Tesla kämpft weiter mit Produktionsschwierigkeiten und verbrennt Geld

Verlust im ersten Quartal mehr als verdoppelt – In zwei Monaten sollen aber wieder rund 5.000 Autos pro Woche vom Band fahren statt rund 2.000 wie zuletzt

03.05.2018 APA

Der US-Elektroautobauer Tesla kämpft weiterhin mit Schwierigkeiten bei der Produktion seines Hoffnungsträgers Model 3 und hat seine Verluste im ersten Quartal im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt. Tesla-Chef Elon Musk versicherte am Mittwoch aber, die Produktionsprobleme seien “weitgehend” behoben, in zwei Monaten würden wieder rund 5.000 Autos pro Woche vom Band fahren. In den ersten Aprilwochen waren es nur rund 2.000.

400.000 Vorbestellungen für Model 3

Mit seinem Model 3 will der Elektroautobauer den Durchbruch auch jenseits des Luxussegments schaffen. Für die Limousine, mit einem Startpreis von 35.000 Dollar (rund 29.000 Euro) erschwinglicher als die bisherigen Tesla-Modelle, gibt es 400.000 Vorbestellungen. Langfristig strebt Tesla eine Stückzahl von 10.000 Model-3-Fahrzeugen pro Woche an.

Probleme mit Batterie

Doch die Produktion läuft nicht rund, laut Tesla gibt es Probleme mit der Batterie. Deshalb musste der Autobauer die Produktion im April teils ganz aussetzen. Musk kündigte an, dass die Bänder in diesem Quartal erneut angehalten werden müssten, um die Produktionsprozesse zu optimieren. Wenn alles nach Plan verlaufe, dann werde Tesla ab der zweiten Jahreshälfte aber Gewinn machen, sagte der Unternehmenschef.

Hoher Verlust – aber geringer als erwartet

Bisher steckt Tesla tief in den roten Zahlen. In den ersten drei Monaten erhöhte sich der Verlust auf fast 710 Mio. Dollar – im ersten Quartal 2017 hatte ein Minus von 330 Mio. Dollar unter dem Strich gestanden. Da Analysten allerdings mit einem noch höheren Verlust gerechnet hatten, stieg der Kurs der Tesla-Aktie nachbörslich leicht an. Er kletterte um 0,33 Prozent auf 302,15 Dollar.

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