Tesla erhöht Preise weltweit

Tesla will deutlich weniger Filialen schließen als geplant. Dafür werden die Fahrzeugpreise weltweit um durchschnittlich drei Prozent angehoben.

11.03.2019 APA

Im Februar hatte Tesla angekündigt, zahlreiche Filialen schließen und den Fokus auf Online-Verkäufe legen zu wollen, um durch die daraus resultierenden Einsparungen günstige Fahrzeugpreise gewährleisten zu können. Jetzt wird doch alles ein wenig anders: Wie der Elektroautohersteller in einem Blog-Posting mitteilt, sollen weit weniger Filialen geschlossen werden als geplant. Da das auch weniger Ersparnisse mit sich bringt, werden im Gegenzug die Fahrzeugpreise weltweit um etwa drei Prozent angehoben.

“Als Konsequenz davon, deutlich mehr Filialen geöffnet zu lassen, wird Tesla die Fahrzeugpreise um durchschnittlich etwa drei Prozent weltweit anheben müssen. In anderen Worten, wir werden nur etwa die Hälfte der [angekündigten] Stores schließen, aber auch die Einsparungen sind dadurch nur etwa halb so hoch”, erklärt Tesla. Die Preiserhöhungen werden nur die teureren Varianten von Modell 3, Modell S und Modell X betreffen, so der Autobauer. Der Basispreis von 35.000 Dollar für das Model 3 solle jedoch beibehalten werden: Ende Februar hatte Tesla angekündigt, dass eine Basisversion des Volumenmodells nun zu diesem, seit der Vorstellung kommunizierten Preis erhältlich sei.

Aktuelle Preise noch bis 18. März gültig

Die aktuellen Preise hätten noch bis zum 18. März ihre Gültigkeit.Tesla kündigte zudem an, weniger Filialen schließen zu wollen, als ursprünglich geplant. “Wir werden nur etwa halb so viele Läden schließen, aber auch die Kostensenkungen sind dadurch nur in etwa halb so hoch”, erklärte das US-Unternehmen. Etwa 10 % der Tesla-Stores seien bereits geschlossen worden, so das US-Unternehmen in dem Blog-Posting. Ein Teil davon solle nun wiedereröffnet werden, aber mit weniger Mitarbeitern. Etwa ein Fünftel der Standorte stehe auf dem Prüfstand. Je nachdem, wie effizient sie in den kommenden Monaten arbeiten, könnten sie geschlossen werden oder geöffnet bleiben.

Fokus auf Online-Verkäufe bleibt

Die Kehrtwende folgt nur gut zehn Tage nach der Ankündigung von Firmenchef Elon Musk, den Vertrieb grundlegend umzukrempeln. Zentraler Punkt dabei ist, dass alle Verkäufe nur noch online abgewickelt werden sollen, was eine durchschnittliche Preissenkung um sechs Prozent und die Einführung des 35.000-Dollar-Model-3 ermöglichen sollte. Beim Fokus auf Online-Verkäufe bleibt es aber auch nach der Abweichung vom Vorhaben der großflächigen Filialschließungen: In den Stores solle den potenziellen Käufern nur gezeigt werden, “wie man binnen Minuten einen Tesla auf seinem Telefon bestellt”.

Teslas können weiterhin probegefahren werden

Aber entgegen Musks Ankündigung vom 28. Februar sollen in den Tesla-Stores weiterhin Fahrzeuge für Testfahrten zur Verfügung stehen. Und für Käufer, die sofort einen Tesla mitnehmen möchten, wird ebenfalls ein kleiner Bestand vorbehalten. Die “großzügige” neue Regelung, nach der man einen neuen Tesla innerhalb einer Woche mit bis zu 1.600 gefahrenen Kilometern zurückgeben kann, gelte aber weiterhin.

Keine Angaben zur Zukunft der österreichischen Tesla-Stores

Musk hatte Ende Februar angekündigt, man wolle nur wenige Läden in guter Lage als Ausstellungsräume behalten. Laut Medienberichten stieß Tesla bei der Umsetzung des Plans aber auch auf Probleme mit den Vermietern der Ladenflächen. In Österreich betreibt Tesla sechs Standorte: In Wien gibt es einen Showroom, ein Service Center mit Verkaufsabsteilung sowie ein Auslieferungszentrum, in Graz, Linz und Salzburg je ein Service Center mit Showroom. Ob auch die österreichischen Niederlassungen von den Schließungen betroffen sein werden,  ließ Tesla am Montag auf APA-Anfrage offen.

 

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