Subaru Trezia dyn rechts
Er ist vielleicht nicht die markanteste Erscheinung...
 

Testbericht: Subaru Trezia

Kann (fast) alles, was ein Alltagsauto können muss, das alles kann.

22.11.2011 Autorevue Magazin

Jetzt nur keinen Allradantrieb erwarten, auch wenn Subaru draufsteht: Den gäbe es nur mit dem Top-Benziner, käme er nach Österreich, aber er kommt nicht. Daher: Front­antrieb, mit 1,3-Liter-Benziner oder, wie hier im Test, mit 1,4-Liter-Diesel.

Erster Eindruck: Es gibt kein Kennenlernen, man kennt den Subaru Trezia schon. Das liegt daran, dass er quasi aus den Grundbausteinen modernen japanischen Autodesigns zusammengesetzt ist. Und ­andererseits am baugleichen ­Toyota Verso-S. Der fährt seit März auf Österreichs Straßen, ist freilich auch selbst sehr unauffällig, was nichts Schlechtes sein muss, im Gegenteil: Der Trezia ist die aktuelle Darstellungsform eines fahrenden Würfels, ein bisserl bullig vorne, ein wenig markant gezeichnet hinten, eckt nie an, wird doch nicht langweilig, stellt seine Ambi­tion glaubhaft dar und will deswegen gekauft werden.

Das Drinsitzen bestätigt: Selbst im Fond sind die Platzverhältnisse hervorragend, nur Oberklasse-­Limousinen breiten Knie- und Kopffreiheit so souverän aus (führen natur­gemäß aber bei der Breite). Für zwei Insassen aber ist der Fond absolut tauglich für ­längere Strecken, auch vorne ist man mit jeder Körpergröße gut ­eingepasst. Das Innen­raum­design ist unauffällig ­erfrischend und so frei von Rätseln, dass nur die ­wenigsten Fahrer ihre Bedienungs­anlei­tung jemals lesen werden. ­Billigplastik wurde gekonnt vermieden, sagen wir so: Die Materialien sind gute Wahl für die Vernunftklasse, da gibt’s nichts zu bemängeln, ein durchgängiges Merkmal des Trezia.

Der Kofferraum misst 363 bis 1388 Liter, die Rücksitze sind simpel umzulegen, danach bleibt eine merkbare Stufe, sofern man den höhenverstellbaren Ladeboden in seiner unteren Position einjustiert hat.

Dass erst am Ende vom Motor die Rede ist, spiegelt seine Rolle bei der Kaufentscheidung: Mit den 90 PS und 205 Nm des 1,4-l-Turbodiesels ist man gut aufgestellt für alles Alltägliche, das tief in Urlaubsreisen hineinreichen darf, der Motor wird das eher trocken gefederte Fahrwerk nie überfordern, die Akzente des ­Trezia setzt aber das Raum­angebot. Der Motor ist ein braver Transporteur des Alltags, ein wenig grollend beim ­Beschleunigen, vor allem aber sparsam: 5,1 l/100 km mit ­beträchtlichem Stadtanteil. Anforderungen erfüllt.

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