Testbericht: Subaru Outback 2,0D

Subaru heißt Boxermotor und Allradantrieb, wahrscheinlich für immer. Im neuen Outback natürlich auch als Diesel.

01.11.2009 Autorevue Magazin

Der Outback war ja gewissermaßen Vorreiter der feldwegtauglichen Mittelklasse, seine erste Generation kam bereits 1996 auf den Markt, da war von Audi Allroads und Volvo XCs noch nicht die Rede. Doch letztlich war es dann dem Mitbewerb zu verdanken, dass diese Liga salonfähig wurde. Denn der Subaru war ausschließlich mit Benzinmotoren erhältlich, die sich zwar durch ihre Laufkultur, weniger aber durch ihren Verbrauch auszeichneten. Der Markt kennt da keine Gnade, denn nicht einmal die Fans wollen sich das leisten.

Alles vergeben und vergessen, mittlerweile hat auch ein Dieseltriebwerk in den Outback gefunden. Wie bei Subaru üblich, ist dieser Motor nach dem Boxerprinzip gebaut, was ihm – durch den perfekten Massenausgleich – eine fantastische Laufruhe verleiht. Der Klang? Besonders beim Kaltstart kann man noch ein Knuspern (mit Boxer-Akzent) vernehmen, das sich aber bei Erreichen der Betriebstemperatur verzieht. Überhaupt ist es bemerkenswert, dass ein so kleiner Hersteller gleich auf Anhieb einen echt konkurrenzfähigen Motor hinbekommt. Der Drehmomentaufbau und die Leistungsentfaltung haben keine Ecken und Kanten, nur die Drehfreude enttäuscht ein bissl, weil ab 4000 Touren außer gequältem Heulen eigentlich kaum mehr etwas passiert. Dafür hat man sechs präzise schaltbare Gänge zur Verfügung, um die Leistung an den Antriebsstrang weiterzugeben. Auch hier gibt es keine Überraschungen: Ein Allradantrieb, von dem man nichts außer Traktion mitbekommt – wir hätten nichts anderes erwartet.

Auch beim Fahrverhalten gibt sich der Subaru unauffällig. Die Lenkung ist präzise und im richtigen Maß servounterstützt, zu schnell angegangene Kurven werden mit gutmütigem Untersteuern wieder auf Linie gebracht, zumal das ESP groben Unfug ohnehin verhindert.

Innen geht es gediegen und geräumig zu. Pedanten könnten jetzt den harten Kunststoff des Armaturenbretts bemäkeln, dafür ist er optisch äußerst hochwertig ausgeführt, und es knarzt selbst auf üblem Stöckelpflaster nirgends. Die Rückbank lässt sich in der Neigung verstellen und im Verhältnis 60:40 umlegen, es entsteht ein ebener Laderaum mit 1726 Liter Volumen, was das Platzangebot des Outback nur unterstreicht. Zierlich neben einem SUV, merkt man die wahre Größe erst im direkten Vergleich zu einem herkömmlichen Kombi.

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