Vorstellung: Subaru Legacy

Subaru auf der Suche nach der Präsenz, die sie verdient haben.

01.02.2010 Online Redaktion

Kein hektisch buntes Treiben. Keine Suche nach hohlen Superlativen oder schaler Bombastik. Eher heimlich, still und leise hat Subaru eine perfekte Mainstream-Alternative auf die Beine gestellt. Gut, so ein wirklicher Geheimtipp ist die neue, fünfte Generation des Subaru Legacy nun auch nicht. Nach 20 Jahren Marktpräsenz hat sich die Existenz des Legacy dann doch rumgesprochen (3,7 Millionen verkaufte Stück weltweit). Aber lange Zeit gab es keinen Diesel im Angebot, dann wiederum war das Getriebe wegen fehlendem sechstem Gang nicht mehr auf der Höhe der Konkurrenz. Schluss. Aus.
Es hat sich einiges getan. Angefangen bei den Dimensionen. In jede Richtung hat der Legacy eine Handbreit zugelegt. Was dem Innenraum zugute kam, der jetzt 40 Millimeter höher ist. Außerdem wurde der Abstand zwischen Vorder- und Rücksitz um 62 Millimeter vergrößert. Die Platzverhältnisse waren beim Vorgänger zwar kein Kritikpunkt, aber Zuwachs schadet bei einem Kombi selten und hebt den Legacy auf Augenhöhe mit VW Passat, Opel Insignia und Co.
Schon etwas nötiger waren einige technische Änderungen. So wurde die bekannte Fünfgangschaltung gegen eine Neuentwicklung mit sechs Stufen ausgetauscht, die auch noch fünf Kilogramm leichter ist als der Vorgänger. Am meisten profitiert man auf schnelleren Langstrecken vom lang übersetzten sechsten Gang. Der variable, per Viskosperre gesteuerte Allradantrieb ist obligat.
Seit Einführung des Boxer-Diesel hat Subaru noch fleißig an seinem neuen Motor gefeilt. Vor allem die Kritik am zu schmalen nutzbaren Drehzahlband nahmen sich die Ingenieure zu Herzen, auch wenn sie das Manko nicht endgültig ausmerzen konnten. Unter 1500 Umdrehungen zieht der Legacy keine Wurst vom Teller, reagiert mitunter sogar ziemlich bockig. Ihm sei verziehen. Denn zwischen 1800 und 3000 Touren macht er alles wieder wett. Die 150 PS fühlen sich dann an wie 180, und die Laufruhe ist beeindruckend. Was auch an den überarbeiteten Achsen liegt. Vorne wurde die Spur minimal verbreitert und die Steifigkeit erhöht. Die Hinterachse bekam zusätzliche Lagerbuchsen verabreicht, um die Schwingungen zu minimieren.
Der getestete Legacy kam als Sportversion (u. a. mit Chromelementen an der Schnauze, Carbon im Interieur und 18-Zoll-Alufelgen) und bietet ein Bilstein-Sportfahrwerk. Es haucht ihm spürbar mehr Souveränität ein. Seit Mitte Jänner gibt es den Legacy als Limousine (nur als Sport, ab 36.990 Euro) und als Normalo-Kombi (ab 35.990 Euro).

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