Warum Singapur keine zusätzlichen Autos mehr zulässt

In Singapur werden ab dem 1. Februar keine zusätzlichen Privatautos mehr zugelassen. So soll einem Verkehrsinfarkt in der südostasiatischen Millionenmetropole vorgebeugt werden.

30.01.2018 Online Redaktion

Aus Sorge vor einem Verkehrsinfarkt lässt der Stadtstaat Singapur ab kommenden Donnerstag, den 1. Februar, keine zusätzlichen Privatautos mehr zu. Auf diese Weise sollen die Einwohner der südostasiatischen Millionenmetropole dazu gebracht werden, auf andere Fortbewegungsmittel umzusteigen. Künftig gibt es vom Staat nur noch dann die Erlaubnis für ein neues Auto, wenn zuvor ein anderer Wagen verschwindet.

Zertifikate werden versteigert

Der Preis für diese Zertifikate wird jeden Monat durch eine Versteigerung ermittelt. Derzeit kommen in Singapur auf 5,6 Millionen Einwohner etwa 575.000 private Fahrzeuge. Im Vergleich zu anderen Ländern ist das noch verhältnismäßig wenig – aber der Stadtstaat hat auch deutlich weniger Platz. Zuletzt hatte die Regierung von Premierminister Lee Hsien Loong den Bestand an Autos jährlich um 0,25 bis 0,5 Prozent wachsen lassen. Vom 1. Februar an wird die Zahl nun eingefroren.

Privatauto als kostspieliger Luxus

Möglich ist dies, weil in Singapur beim Neuwagen-Kauf immer auch eine amtliche Berechtigung vorgelegt werden muss. Ende 2017 waren 575.353 Privatfahrzeuge auf den Straßen. Die dafür nötigen Zertifikate sind nicht billig. Sie können so viel kosten wie das Auto selbst, zuletzt lag ihr Preis bei etwa 53.700 Singapur-Dollar (gut 33.000 Euro).

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