Shuanghuan CEO statisch hinten

Der Überlebende

Von: Der Schrottpresse gesprungen. Für: 15.900,- Euro zu haben. Mit: Hohem Exklusivitätsfaktor.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 23.05.2013

Die Geschichte des Shuanghuan CEO geht so: Einem chinesischen Hersteller gefällt der BMW X5 als Zeichnen von Macht und Luxus. Als Zeichen der Ehrerbietung bringt er in Folge ein Modell heraus, dessen Heckansicht in Details der eines X5 erster Generation nicht unähnlich sieht. Und dessen Lenkrad aussieht wie in einem X5. Und die Türverkleidung. Und die Kühlerhaube. BMW findet das nicht lustig. Während ein italienisches Gericht keine Ähnlichkeiten feststellen kann, kommt das Oberlandesgericht München im Jahr 2009 zu dem Schluss, dass Shuanghuan abgekupfert hat. Der Importeur musste Schadenersatz leisten und alle importierten Modelle vernichten.

Alle Shuanghuan CEO wurden vernichtet – bis auf einen

Offensichtlich alle bis auf einen. Der scheint von der Schrottpresse gesprungen zu sein und ist nun auf willhaben.at aufgetaucht. “ich” verkauft das Prachtstück, das erst ein Jahr alt ist (?), umständehalber zum halben Neupreis: 15.900,- Euro sind ausgerufen. Da stellt zwangsläufig die Frage, wer 31.800,- Euro für einen alten Mitsubishi Pajero bezahlt – darauf basiert der Shuanghuan CEO nämlich. Immerhin könnte das Gefährt damit sogar halbwegs zuverlässig sein.

5700 Kilometer sind jedenfalls nix und man kann unter dem massiven (!) Holzladeboden sogar einen Gastank installieren. Allerdings sind die Angaben zur Antriebsart widersprüchlich. Und wundern Sie sich bitte nicht, wenn eines Tages bayrische Vollzugsbeamte in Ihrem Vorgarten stehen und Ihr Auto zertrümmern.


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