Seat Leon ST X-Perience
Offroad aus dem Hause Seat.
 

Seat Leon ST X-Perience – Fluch oder Segen?

Am Anfang steht die Frage, warum braucht es den Seat Leon ST X-Perience? Es gibt ja schon den Leon ST 4Drive, ebenfalls mit Allrad. Aber nach der Reihe.

17.10.2014 radical mag

Den Seat Leon ST X-Perience zeichnet eine um 27 mm höher gelegte Karosserie aus (davon gibt’s im kommenden Sommer auch eine Version mit Vorderradantrieb). Dazu hat er an Vorder- und Hinterachse die elektronische Differenzialsperre XDS an Bord (nicht mechanisch, Bremseingriff durch die ABS-Regelelktronik). Doch die hat auch der Seat Leon ST. Was also macht den X-Perience so anders?

Der Seat Leon ST X-Perience im Vergleich zum Skoda Octavia Scout

Nur die Optik behaupten wir einmal. Und, vielleicht auch etwas der Komfort. Denn wir finden, der Seat federt eleganter als zum Beispiel der Konzernbruder von Skoda, der Octavia Scout. Besonders bei langsamen Tempi ist der Spanier echt komfortabel. Bei hohem Tempo ist natürlich der deutlich höhere Schwerpunkt spürbar. Die Seitenneigung der Karosserie ist größer als beim normalen 4Drive-Seat. Aber, im normalen Alltagseinsatz interessiert das wohl eher: niemanden.

Der Antrieb des Seat Leon ST X-Perience

Da darf sich Seat mittlerweile fast frei aus dem VW-Regal bedienen. In Österreich werden die beiden stärksten Aggregate die Hauptrolle spielen. Der 1.800er-Benziner mit 180 PS und der Zweiliter-Diesel, der 184 PS abdrückt. Wir waren vor allem mit dem Selbstzünder unterwegs, der an ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen gekoppelt war. Das funktioniert bestens, auch wenn das Ansprechverhalten bei den kleineren Dieseln eher besser ist. Aber nach der Turbo-Gedenksekunde geht der Leon ST forsch ans Werk.Seat Leon ST X-Perience

Wieso man den Seat Leon ST X-Perience kaufen sollte?

Den Benziner konnten wir in der Kürze der Zeit nicht bewegen, aber wir werden uns um einen Testwagen bemühen und die entsprechenden Eindrücke nachliefern. Wie gesagt, die Technik mit derer der Konzernbrüder von VW oder Skoda nahezu identisch. Wieso also den Seat kaufen? Weil er der Hübscheste ist? Nein, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Aber vielleicht weil er der günstigste im Feld ist. Das kann man so nicht sagen, zu unterschiedlich sind die verschiedenen Ausstattungspakete der drei Marken. Sicher ist, mit einem Basispreis von 31.790 Euro für den Benziner mit 180 PS ist der Seat ein wirklich faires Angebot. Der Top-Diesel kostet mindestens 33.990 Euro (inkl. DSG), der Einstieg gelingt mit dem 1.600er-Diesel (110 PS) bei 28.690 Euro.

Preisunterschied zum Skoda Octavia Scout Combi

Wie gesagt, auch der Seat hat keine wirklichen Schwächen, doch ob die Optik als Verkaufsargument gegen die Konzernbrüder ausreicht, wird sich weisen. Denn so viel billiger als der Skoda ist der Spanier nicht. Für den Octavia Scout Combi mit 184 PS rufen die Tschechen einen Preis von mindestens 35.900 Euro (inkl. DSG). Der Abstand ist also: gering. Trotzdem mögen wir den Seat, auch weil die Verarbeitung, die Innenraummaterialien und die gesamte Anmutung im Vergleich zum Vorgängermodell um Welten besser sind.

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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