Renault Wind Exterieur Dynamisch Front
Nicht hektisch, dafür langstreckentauglich.
 

Vorstellung: Renault Wind

Renaults Beitrag zu den kleinen Blechfaltern. Optik? Anders.

02.09.2010 Autorevue Magazin

Erster Rundgang um den Wind, von dem Renault meint, er sei ein Roadster-Coupé: Eine eigenartig hohe Flanke hat er, der Kleine. Wirkt seltsam gedrungen. Dabei wäre das Heck per se recht witzig, denn aus manchen Blickwinkeln blitzt sogar ein Funken Lotus Elise hervor. Die Front hingegen ist leider verwech­selbar und teddybärhaft, aber das ist ein Problem, an dem die ganze Renault-Familie – mit Ausnahme der Sport­mo­delle – laboriert. Hier ist jedenfalls für einigen Gesprächsstoff gesorgt.

Eines ist jedoch unbestritten: Geschlossen sieht er wesentlich besser aus als andere Kleinblechfalter. Doch darum geht es nicht: Hat man erst auf den prima geformten Sportsitzen Platz genommen, beginnt der Wind seine Talente zu entfalten. Das Interieur wirkt im Gegensatz zu dem des Twingo deutlich erwachsener, verzichtet etwa auf die verspielten mittigen Armaturen und bietet nette Details wie Türschlaufen.

Ein Griff zum Spannriegel, ein Knopfdruck auf der Mittelkonsole, schon verschwindet das Dach mit einer elektrischen Rolle rückwärts im Kofferraumdeckel. Im und nicht darunter, weshalb der Renault jederzeit recht beachtliche 270 Liter Kofferraumvolumen aufwartet. Da sollte sich der Kurztrip in den Süden locker ausgehen. Ein weiterer Vorteil der einteiligen Konstruktion (genau genommen ist der Wind ein Targa) ist ihr geringes Gewicht, wodurch sich der Schwerpunkt nicht unnötig nach oben verschiebt. Schade: Der Mechanismus lässt sich nur im Stand bedienen.

Versöhnlich: Man wird mit flinken 12 Sekunden zum Öffnen entschädigt, kürzer dauert ­keine Rotphase an der Ampel.

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