Renault Twingo fahrend
Renault stellt sich gegen VW und deren up!
 

Testbericht: Renault Twingo 1,2 16V

Genau pünktlich, nämlich jetzt, da mächtig Bewegung ins Kleinwagen­segment kommt, meldet sich Renault mit dem Twingo zurück.

04.04.2012 Online Redaktion

Bumm! Bumm! Bumm! Up! Mii! Citigo! Es wird ein schwieriges Jahr für die etablierten Kleinwagen-Größen wie Ford Ka, Hyundai i10 und Fiat 500. Der Renault Twingo hat es da noch am einfachsten. Auf den wurde nämlich seit seinem letzten Generationenwechsel 2007 kräftig rumgehackt. Zu ernsthaft, spaßbefreit und zu weit weg vom Original sei die Neuauflage gewesen. Neuer Designchef, neues Glück. ­Laurens van den Acker hat dem Twingo wieder mehr ­Atmosphäre verliehen – und die Marke bringt das Ergebnis gerade rechtzeitig auf den Markt.

Die Farbe ist knallig, die Felgen sind porno, die Frontscheinwerfer freundlich, die Heckleuchten haben putzige, kleine Klone auf dem Kof­fer­raum­deckel, der wiederum hat eine zusätzliche Wölbung bekommen. Kurzum: Passanten sehen den Twingo an, drehen sich um und haben ihn nicht gleich wieder vergessen. Renault hat das Individuelle vor das Prädikat Weltauto gereiht. Die charakteristischen (aber oft kritisierten) Türgriffe blieben erhalten. Manchem waren sie zu fummelig, weil sie in einer Mulde in der Tür eingearbeitet sind – uns nicht.

Renualt Twingo heck

Und dann gibt es ja noch reichlich gute Ideen. Die Hutablage zum Beispiel. Die ist an der Kofferraumklappe montiert und hängt deswegen nicht im Weg rum, wenn man den Kofferraum belädt. Oder einfach die beiden einzeln längs verschiebbaren Rücksitze (noch so eine gute Idee, die aber 300 Euro Aufpreis kostet). In den ersten beiden Gängen gibt sich der Renault Twingo sehr agil. Im dritten verlangt er schon etwas Drehzahl – 3200 Touren sollten es sein –, um munter zu werden. Autobahn und ambitionierte Landstraßen sind dann auch eher eine lästige Pflicht denn eine Kür. Letzteres vollführt der Kleine im Stadtverkehr. Flink, agil, tolle Lenkung, der man das indirekte Gefühl der vorangegangenen Generation ausgetrieben hat.

Innen stellt sich sofort ein Gefühl der Vertrautheit ein. Radio, Klimaanlage, Bordcomputer … alles ist da, wo es ­hin­gehört, und alles lässt sich intuitiv bedienen. Vor allem weil man einen Designgrad gewählt hat, der den Innenraum schlicht lässt, dabei aber nicht billig wirkt, weil eben hier und da ein Schmankerl verarbeitet wurde – wie das harmonische Display samt ­digitalem Tacho. Und plötzlich bekommt der Volkswagenkonzern doch noch richtig Gegenwind.

Vom Renault Twingo gibt es auch schon eine Sonderedition. Die Bibliotheks-Variante.

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