Renault Mégane RS
Der gelbe Wahnsinn.
 

Testbericht: Renault Mégane R.S. Trophy

Auto – Zufall = Ready to Race.

26.11.2011 Autorevue Magazin

Mit voller Absicht. Anders kommt man nicht zu einem Auto wie diesem. Da sei das Gelb vor. Und die hohen Wangen der Recaro-Sportsitze vorne, an denen man sich den Oberschenkel stößt beim schlampigen Einsteigen. Die Begegnung mit dem Trophy passiert bewusst, konzentriert und als Ergebnis einer ernsten Suche nach größtmöglicher Schärfe zu leistbaren Konditionen. Knapp 35.000 Euro muss man für diesen straff gefederten Faustkeil hinlegen, der wie eine Jugend­torheit erscheint.

Der Mégane R.S. Trophy als No-Nonsense-Sportler.

265 PS leistet der Vierzylinder-Turbo der ärgsten Mégane-­Variante. Sie ist mit einem ziemlich harten Cup-Fahrwerk aus­gestattet, das aus jeder Querrille im Asphalt ein mittleres Drama für die Bandscheiben macht, dafür aber mit einer enormen ­Akkuratesse zu lenken ist und bis an die Grenzen der Physik auf ihren 19-Zöllnern der Spur die Treue hält.

Damit im Lenkfieber beim Quertreiben der Überblick ­gewahrt bleibt, trägt das auf 500 Stück limitierte Sondermodell eine gelbe Naht oben am Lenkrad als sinnvolle Insignie. Der Drehzahlmesser dagegen ist eher zur Show gelb hinterlegt, Schaltpunkte werden akustisch wahrgenommen und der entsprechende der sechs Gänge dann manuell einsortiert.

Mégane R.S. im daily business

Was den Alltagsnutzen des Coupés anlangt, ist zu sagen, dass man sich vielleicht besser nicht zu viel erwarten sollte. Die Fondsitze sind eng und finster, ein sinnvoll abweisendes Zeichen, weil 265 PS dort einiges an Magennervenverwirbelung anrichten können. Auch ist die Ladeluke eng und die Unterkante eher hoch. Ein Umstand, der im Einzelfall nichts bedeutet. Als Programm wäre dieser Dienst aber ohnehin eine Verschwendung von Tugend.

Mit unserem Autopreisrechner alle Preise für Neu- und Gebrauchtwagen gratis berechnen!
Mehr zum Thema