Vorstellung: Renault Mégane

Erst mit dem Kombi scheint das Mégane-Design so richtig zu sich selbst zu finden: Mutig, frisch und trotzdem mehrheitstauglich.

01.07.2009 Autorevue Magazin

Man kann Renault einiges vorwerfen, aber eines sicherlich nicht: mangelnden Mut in Sachen Design. So hat man sich auch mit dem neuen Mégane wieder ein ordentliches Stück rausgelehnt, speziell beim Dreitürer.

Nun also der Kombi, Pflichtprogramm in dieser Klasse und eher Hort der konservativen Weltanschauungen. Und siehe da, von der teils bemühten Originalität befreit, macht das Design auf einmal wirklich was her. Die nach hinten abfallende Dachlinie ergibt in Kombination mit der aufsteigenden Schulterlinie ein markantes Formenspiel, das den Kombi alles andere als fad wirken lässt. In Sachen smarter Auftritt gehört dieser Kombi zu den Klassenbesten.

Fein auch, dass trotzdem nicht auf die üblichen Kombi-Tugenden verzichtet werden muss: So warten hinter der Heckklappe mit ihren markanten Rücklichtern 486 Liter Laderaum, legt man die Rückbank um, entsteht ein Gepäckvolumen von 1595 Litern. Für eine völlig plane Ladefläche muss übrigens erst die Sitzbank aufgestellt werden. Pfiffig dagegen: das maßgeschneiderte Fach für die Laderaumabdeckung im Wagenboden und die ausklappbare Trennwand, die für Ordnung in der Logistik sorgt. Aufgefallen sind  uns noch die bemerkenswert niedrige Ladekante und die Option, den Beifahrersitz nach vorne zu klappen (Serie ab Expression), was dann eine maximale Ladelänge von 2,55 Meter für sperrige Güter ergibt. Allerdings hat der Kombi verglichen mit dem Fünftürer auch einen um fünf Zentimeter längeren Radstand – in Summe ist er um 16 Zentimeter länger.

Das Motorenangebot orientiert sich mit vier Benzinern und drei Dieseln an der Limousine. Lediglich die starken Versionen werden für den Kombi nicht angeboten. Der Basisbenziner leistet 101 PS, die nächste Leistungsstufe ist der 1,6 16V 110 Hi-Flex, der auch für Superethanol E85 ausgelegt ist. Stimmig wirkt der TCe 130, ein moderner 1,4-Liter mit 130 PS, der dasselbe Drehmoment wie der Zweiliter liefert. Letztgenannter ist im Übrigen im Moment die einzige Möglichkeit, den Grandtour mit Automatik zu ordern, einem stufenlosen CVT-Getriebe. Diesel wird in drei Eskalationsstufen zu 90, 110 und 130 PS geboten, allen gemein ist die Renault-typische Laufruhe und verhaltene Akustik. Übrigens verfügen alle Modelle serienmäßig über eine Schaltanzeige.

Bereits die Serienausstattung umfasst die wichtigsten Posten für angenehmes Reisen: An Bord befinden sich eine Klimaanlage, ein MP3-taugliches CD-Radio sowie elektrische Fensterheber und Außenspiegel. Nach oben lassen sich je nach Ausstattungslinie bis zu Bi-Xenon mit Kurvenlicht allerhand Spezereien reinkaufen, auffällig in der Aufpreisliste ist das Carminat TomTom-Navigationssystem, das ab günstigen 390 Euro zu haben ist.

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