Renault Grand Scénic stat VoLi
 

Testbericht: Renault Grand Scénic

EDC macht den Scénic zum sparsamen Freund für alle Lebenslagen.

09.12.2010 Autorevue Magazin

DSG als Begriff gehört dem VW-Konzern, somit heißt das Direktschaltgetriebe von Renault EDC ­(Efficient Dual Clutch), ab sofort, weil es ab sofort verfügbar ist. Das Prinzip ist das gleiche wie gewohnt, der jeweils nächste Gang ist vorab eingelegt, mittels einer zweiten Kupplung wird zwischen den Gängen quasi lückenlos gewechselt. Es entfallen also Schaltpausen und die Verluste einer Wandlerautomatik, der Verbrauch entspricht jenem eines Schaltgetriebes, der Komfort einer sehr feinen Automatik.

Der Renault Grand Scénic 110 dCi EDC wird so zum idealen Reisewagen. Die Größe reicht auch für üppigeres Urlaubsgepäck (besonders, wenn die Sitze der zweiten Reihe ausgebaut sind, was mit knappen und fast rätselfreien Handgriffen gelingt), der 1,5-l-Turbodiesel ist gut dosiertes Maß, unterwegs und in der Modellpalette: 110 PS und 240 Nm kommen auch subjektiv auf der Straße an, innen hört man vom Dieselmotor praktisch nichts, außen schon ein bisserl mehr.

An der völligen Harmonie der Fortbewegung knabbert die kleine Gedankenpause, die sich EDC beim Wegfahren aus dem Stillstand gönnt, und manchmal werden auch beim gemütlichen Gleiten Gänge etwas höher gedreht, als man es in einem Handschalter tun würde.

Das Versprechen eines sehr ökonomischen Getriebes löst der Grand Scénic EDC allerdings lückenlos ein: Bei Urlaubs­reisen im legalen Geschwindigkeitsbereich liegt der Verbrauch nur ­einen Hauch über sechs Liter, beim Stadtfahren auch nicht ­höher. Und der Scénic Privilège als solcher hat in seinen Aus­maßen (Kofferraum 564 bis 2063 Liter) und seiner Dienstbarkeit (Abstandspiepserln hinten, ausgeschlafenes Navigationssystem) ohnedies schon frühere Espace locker abgehängt.

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