Rauchverbot im Auto in Anwesenheit von Kindern: Bis zu 1000 Euro Strafe drohen

Ab 1. Mai ist das Rauchen im Privat-Pkw in Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren per Gesetz verboten. Experten kritisieren, dass das neue Verbot in der Praxis nur schwer exekutierbar sei.

23.03.2018 Online Redaktion

Am Donnerstag wurde die Aufhebung des ab 1. Mai geplanten Rauchverbotes in der Gastronomie von der schwarz.blauen Koalition beschlossen. Die derzeitige Regelung, nach der das Rauchen in Lokalen in räumlich abgetrennten Raucherzimmern erlaubt ist, bleibt somit bestehen. Änderungen gibt es indes, was das Rauchen im Auto betrifft: Ab 1. Mai ist es verboten, in Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im Privat-Pkw zum Glimmstängel zu greifen. Wer dabei erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Im Wiederholungsfall drohen Strafen bis zu 1000 Euro.

Experten kritisieren Details des neuen Rauchverbotes

Experten kritisieren, dass dieses Rauchverbot im Auto nur schwer exekutierbar sei. So ist das Verbot für den ÖAMTC “kaum nachvollziehbar”, da es auch Anzeigen im Vorbeifahren erlaubt.  “Schon wenn eine andere Person als der Fahrzeuglenker raucht, wird es problematisch, weil deren Daten im Rahmen einer Lenkerauskunft nicht bekanntgegeben werden müssen”, erläutert ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer.

Anhaltedelikt statt Strafen “im Vorbeifahren”

Den Vorsatz, Kinder und Jugendliche vor Zigarettenrauch im Auto zu schützen, begrüßt der Autofahrerklub aber. Um das Gesetz auch in der Praxis exekutierbar zu machen, schlägt der ÖAMTC vor, die Bestimmung als Anhaltedelikt zu gestalten: Strafen sollen nur möglich sein, wenn ein Polizist das betreffende Fahrzeug im Rahmen einer Amtshandlung anhält und den strafbaren Sachverhalt feststellt.

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