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Der 917-001 wurde als erstes von insgesamt 25 Exemplaren der Homologationsserie im Frühjahr 1969 aufgebaut und als Gruppe-4-Sportwagen vor dem Porsche Werk 1 in Zuffenhausen gezeigt.
 

Zeitreise: 50 Jahre Porsche 917

Zur Feier des 50. Jubiläums der Sportwagen-Ikone hat Porsche den allerersten 917 in den Ursprungszustand seiner Erstpräsentation im Jahr 1969 zurückversetzt.

12.03.2019 Online Redaktion

Am 12. März 1969 beging der Porsche 917 seine Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon. Damit überraschten die Zuffenhausener nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst: Auf dem Weg zum ersehnten Le Mans-Erfolg entstand der 917 von Chefkonstrukteur ist Hans Mezger unter der Leitung von Entwicklungs- und Rennchef Ferdinand Piëch in gerade einmal zehn Monaten, zwei Monate später waren 25 Homologationsmodelle fertig. “[Ferry Porsche] hat’s mir deshalb durchgehen lassen, weil es ihm gefallen hat. Er selbst hätte es nie getan, aber als Mitläufer hat er den 917 gern geduldet”, schrieb Piëch später in seiner “Auto.Biographie”. Und das Wagnis sollte sich lohnen: Trotz massiver Startschwierigkeiten auf der Rennstrecke fuhr der Porsche 917 im Jahr 1969 beim 1.000-Kilometer-Rennen in Zeltweg seinen ersten Gesamtsieg ein. Ein Jahr später holten Hans Herrmann und Richard Attwood den ersehnten Gesamtsieg beim prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Die detaillierte Geschichte des siegreichen rot-weißen 917K mit der Chassis-Nummer 917-023 von Porsche Salzburg gibt es hier nachzulesen.

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© Bild: Hersteller

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Von 2019 nach 1969

Der Urvater des Le-Mans-Siegers von 1970, der allererste 917, wurde von Porsche anlässlich des 50. Jubiläums der Erstpräsentation in seinen Ursprungszustand zurückversetzt. Sprich: Das Fahrzeug mit der Chassis-Nummer 917-001 sieht 2019 genau so aus, wie bei seiner Premiere in Genf 1969. Kein halbes Jahrhundert, aber immerhin über ein Jahr haben Mechaniker des Porsche Museums, ehemalige Techniker und Ingenieure aus Zuffenhausen und Weissach, das Historische Archiv sowie Partnerfirmen an der Rückführung des ersten 917 gearbeitet.

© Bild: Porsche

Mithilfe von Originalvorlagen aus dem Historischen Archiv schickte Porsche den 917-001 auf eine Zeitreise.

Bunte Geschichte

Der 917-001 entstand als erstes von insgesamt 25 für die Homologation notwendigen Exemplaren. Das Fahrzeug samt Zwölfzylindermotor wurde von Chefkonstrukteur ist Hans Mezger erdacht. Unter enormem Zeitdruck – so wurde die erste Karosserie erst acht Tage vor der Präsentation angeliefert – entstand der erste 917, der in Weiß mit grün lackiertem Bugteil am Genfer Automobilsalon debütierte. Noch im selben Jahr erhielt der 917-001 eine neue Lackierung in Weiß-Orange für die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt.

© Bild: Porsche

Für die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt 1969 bekam der 917-001 eine Lackierung in Weiß-Orange.

Über Orange-Blau zu Rot-Weiß

Als Porsche die Übertragung der Renneinsätze an das Team „J.W. Automotive Engineering“ des Briten John Wyer bekannt gab, diente der 917-001 in der ikonischen “Gulf”-Lackierung in Hellblau und Orange als Präsentationsfahrzeug. Nach dem ersten Le Mans-Gesamtsieg im Jahr 1970 wurde der 917-001 nach dem optischen Vorbild der siegreichen Kurzheck-Version von Hans Herrmann und Richard Attwood umgebaut, samt rot-weißer Lackierung und Startnummer 23.

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Der 917 in der konischen Gulf-Lackierung.

Schreibtisch-taugliche Version des 917K in Gulf-Lackierung:

© Bild: Hersteller

Miniatur-Modell des 917 K mit 10 x 4 x 4 cm.

“besonders anspruchsvoller” Rückbau

Aufgrund der bewegten Geschichte des Wagens gestaltete sich die Rückführung des 917-001 in seinen Ursprungszustand als “besonders anspruchsvoll”, trotzdem wurde Wert auf die Erhaltung und Übernahme der Originalsubstanz gelegt. Grundlage für den Rückbau bildeten insbesondere Prüfungen im Hinblick auf die noch originale und weiter verwendbare Karosseriesubstanz mithilfe von Materialanalysen sowie Vergleichen mit Konstruktionszeichnungen und Fotografien. So erfolgte beispielswiese die aufwendige Nachfertigung der Karosserieteile für Bug- und Heckpartie mittels modernster 3D-Technologie unter Einbeziehung der ursprünglichen Konstruktionsskizzen. Mithilfe von Originalvorlagen entstand auch der Rückbau des Aluminium-Rohrrahmens im Heckbereich.

© Bild: Porsche

Der rückgebaute 917-001 wird im Rahmen einer Sonderausstellung anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums im Porsche Museum zu sehen sein.

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