Peugeot RCZ dyn VoLi
 

Vorstellung: Peugeot RCZ

Es gibt Autos, an deren Steuer man einfach nicht langsam fahren kann.

05.11.2010 Autorevue Magazin

Ich habe einen Liebesbrief bekommen. ­Einen von der schmerzlichen, hochamtlichen Sorte. Aber je regrette rien. Was das mit dem Peugeot RCZ zu tun hat?
Alles, der hat mich angestiftet. Auch wenn es der kleine 156-PS-Turbo war, denn der kann auch schon was. Dreht sauber, hat von unten ordentlich Drehmoment, lässt dich aber auch erahnen, dass da noch mehr gehen könnte – zum Beispiel mit der 200-PS-Variante. Doch bei dieser Erkenntnis ist man tempotechnisch eh schon ein Kleinkrimineller. Das hinreißend hübsche Coupé hat nämlich eine seltsame Eigenschaft: Er wird besser, je schneller man wird. Teilt das Fahrwerk bei langsamer Geschwindigkeit noch ordentlich Schläge aus (Paradedisziplin: Bremsschwellen, auch schlafende Polizisten genannt), die man unter übertriebener Sportlichkeit verbucht, löst sich bei Speed alles in Wohlgefallen auf. Das bedeutet nicht, dass er dann zum Softie mutieren würde: Die Härte wird stimmiger, samt langem Radstand und tiefem Schwerpunkt – alles Zutaten für ein akkurates Fahrverhalten.
Glücksgefühle gibt es auch im Stillstand. Obwohl er bereits seit einigen Monaten durchs Straßenbild geistert, ist er immer noch ein reizvoller Headturner. Als Österreicher mit französischem Pass entzückt er Patrioten (der RCZ läuft bei Magna in Graz vom Band). Er ist innen liebevoll ausgeführt, was sich ­besonders an der Schönheit des mit Leder überzogenen Armaturenbrettes und den tollen Sitzen manifestiert. Und tatsächlich: Dank 321 (plattgemachten 639) Liter Kofferraum kann man damit auch ordentlich Einkaufen fahren.
Ob es Klagen gibt? Keine. Denn wer sich jetzt über keine Kopf- und Kniefreiheit in Reihe zwei beschweren möchte, hat den Sinn eines Coupés irgendwie nicht verstanden.

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