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Das Kopfschütteln unter den Experten dauerte so lange, bis Peugeot mit dem fertigen Auto rausrückte.
 

Testbericht: Peugeot 508 RXH

Peugeot wagte sich als Erster über den Diesel-Hybrid, wo ein Diesel doch ohnehin schon so sparsam ist.

11.06.2012 Autorevue Magazin

Das hätte zuerst auch niemand gedacht: Dieselmotor als Basis für einen Hybridantrieb. Schließlich kostet ein Diesel­aggregat in der Herstellung ­alleine schon annähernd das Doppelte eines schlichten Benziners. Außerdem, dachte ­jeder, ein Diesel ist eh schon so sparsam, was soll das denn noch bringen?

Peugeot 508 RXH: vorne Diesel, hinten elektrisch

Doch Peugeot hat gezeigt, dass es grundsätzlich Sinn macht. Zuerst im Peugeot 3008 und jetzt auch im 508 SW. Das Schlaue daran: Im Grunde wird ein ganz normales Basisfahrzeug hergenommen und ein elektrisches Hinterachsmodul hinzugefügt. Dann hat man auch gleich eine Art Allradantrieb, das heißt, vorne Diesel, hinten elektrisch. Die Kunst war es allerdings, all das elek­tronisch so zu verknüpfen, dass auch tat­sächlich Fahrvergnügen ­entsteht.

Kostenmäßig hat man diese Konstellation in den Griff gekriegt, indem man zu einer ­weniger teuren Nickel-Metallhydrid-Batterie griff (wie der Toyota Prius). Auch beim ­Getriebe wurde gespart. Das automatisierte Schaltgetriebe ist deutlich billiger als eine ­Automatik. Der Nachteil der langen Schaltpausen wurde weitgehend beseitigt, indem die Zugkraftunterbrechung ­mittels Elektromotor überbrückt wird.

5 Liter gehen sich aus

So bringt man doch beeindruckend niedrige Verbrauchswerte für eine ausgewachsene Kombilimousine zustande. Mit einem CO2-Wert von 107 Gramm pro Kilometer liegt man auch noch knapp vor dem Mercedes. Ähnlich wie der Toyota ­Prius beherrscht der 508 ­Hybrid die Balance der Motoren im Stopp-and-Go-Verkehr im Sinne geringsten Spritverbrauchs sehr gut. Mit fünf ­Litern auf 100 km darf man bei verhaltener Fahrweise im großen Schnitt rechnen. Die Batterie liegt platz­sparend am Kofferraumboden, so dass das Ladevolumen ­nahezu uneingeschränkt zur Verfügung steht. Das Fahr­gefühl wird von der Elektro­antriebseinheit und der etwas härteren Federung ein wenig beeinflusst.

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