Der neue Peugeot 508 bietet Platz, viel Platz.
 

Womit der neue Peugeot 508 punktet

Was hat Peugeot beim neuen 508 richtig gemacht?

18.09.2014 radical mag

Mit dem neuen Peugeot 508 wollen die Franzosen raus aus der Außendienstler-Sparte. Die meisten Vertreter setzen ohnedies längst auf Minivans und lassen Kombis hinter sich. Und sie sind verwöhnt, denn so ein Skoda Octavia Combi zum Beispiel bietet auch dem gewerblichen Nutzer so einiges.

Peugeot 508 als Limousine oder Kombi

Da die Limousine des 508 in Österreich wohl nur eine Außenseiterrolle spielen wird, konzentrieren wir uns auf die Kombi-Variante, den SW. Und der neue 508 als Kombi hat durchaus etwas zu bieten, auch wenn er nicht wirklich neu ist. Die Franzosen ließen dem 483 cm langen Fünfsitzer eine umfangreiche Modellpflege angedeihen. Und, die hat dem Peugeot richtig gut getan. Und, das Gesicht welches den größten Franzosen ziert, wird bald auch bei anderen Modellreihen umgesetzt. Natürlich spielen die optischen Reize bei einem Kombi nicht die wichtigste Rolle. Aber, verstecken braucht sich der Löwe nicht, zumindest nicht vor allen seinen Konkurrenten.

Im Peugeot 508 SW gibt es Platz, viel Platz

Und auch der zweite wichtige Punkt bei einem Fahrzeug dieser Klasse ist gut – der Kofferraum. 1.440 Liter schluckt das Gepäckabteil des 508 SW maximal, das kann sich durchaus sehen lassen. Und auch sonst gibt’s ausreichend Platz. Insbesondere Fahrer und Beifahrer finden nicht nur genügend Raum sondern auch gute Sitze vor. Und vor allem einen weiten Verstellbereich der Sitze und der Lenksäule. Dazu gibt’s die üblichen Ablagen und eine Spezialität, die sonst eigentlich nur Porsche zu bieten hat._Peugeot-508-2.2-HDI-200-(4)

Wo ist der Startknopf beim Peugeot 508?

Den Peugeot startet man nämlich mit der linken Hand – ganz weit außen hat‘s einen Startknopf. Sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber die Franzosen hatten ja schon früher einen Hang zu außergewöhnlichen Lösungen. Obs praktisch ist? Jedenfalls sagt man bei Peugeot, man hätte sonst keinen Platz für den Startknopf gehabt. Aha, ja dann… Es wurde auch sonst aufgerüstet im Innenraum. Multimedia- und Navigationssystem mit Touchscreen, Rückfahrkamera und ein Toter-Winkel-Warner im Außenspiegel integriert – hier hat man im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich aufgerüstet.

Peugeot setzt auf Automatik

Und auch bei der Verarbeitung hat man nachgelegt. Der Innenraum wirkt stimmig aber halt nicht so stimmig wie in einem Auto der deutschen Oberklasse. Von billiger Anmutung kann aber keine Rede sein. Hinzu kommen die selbst in den Basisversionen recht gute Ausstattung und die große Auswahl an Motoren und Getrieben. Hier sticht vor allem ins Auge, dass Peugeot voll auf die Karte Automatik setzt. Den 508 bekommt man mit fast allen Motoren in Verbindung mit einer Sechsstufen-Automatik. Auch hier, sechs Stufen sind sicher nicht der Entwicklung letzter Schluss (neun Gänge gibt’s ja bereits…), aber es reicht völlig aus um bequem unterwegs zu sein. Und dies erst noch auf einem erfreulich geringen Drehzahlniveau. Der 1600er-Benziner zum Beispiel der aus vier Zylindern 165 PS schöpft benötigt fürs Autobahntempo gerade einmal 2000 Umdrehungen. Das ist gut für den Gehörgang (dazu später mehr) und für die Geldbörse des Fahrers, denn geringe Drehzahl geht meist mit geringem Verbrauch einher. Traditionell gut sind die Diesel der Franzosen._Peugeot-508-2.2-HDI-200-(12)

Die Lautstärke des 1600er

Sehr Laufruhig und auf Wunsch mit mächtig Dampf (bis zu 200 PS), das Angebot an Antriebsquellen ist mehr als ausreichend. Dazu gibt’s nach wie vor die Hybridversion, welche allerdings in Österreich eher ein Mauerblümchen-Dasein fristet. Zurück zum 1,6-Liter Benziner, der neben den 165 PS auch noch 240 Nm auf die Kurbelwelle bringt. Der kleine Motor ist mit dem großen Auto (Leergewicht 1.505 kg mit Automatik) meist nicht überfordert. Einzig wenn man das Turbotriebwerk richtig fordert wird der Kleine dann richtig: laut. Und zwar nicht schön laut, sondern unangenehm laut. Ein richtiger kleiner Brüller dieser 1600er.

Der Peugeot 508 GT

Aber eigentlich ist es gar nicht nötig den Motor an die Brüllgrenze (bei ca. 5000 Umdrehungen) zu bringen. Denn im obersten Drehzahlbereich wird der Motor nur lauter, das Auto aber kaum schneller… Ganz fein ist der größte Selbstzünder im Programm. Der unter dem Label «GT» verbaute 2,2 Liter leistet satte 204 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 450 Nm. Das reicht natürlich nicht, um in der Oberklasse einiger anderer Hersteller mitzuspielen, aber das ganze Paket wirkt schon ziemlich souverän. Zumal auch hier die neuentwickelte Sechsstufen-Automatik ihren Dienst ganz hervorragend verrichtet._Peugeot-508-2.2-HDI-200-(18)

Wie viel kostet der neue Peugeot 508?

Klar, den Sieg am Berg wird man mit dem Franzosen nicht einfahren. Dafür ist er auch nicht gedacht. Aber er lässt sich durchaus zügig bewegen, wenn man sich an die relativ hohe Seitenneigung der Karosserie bei flotter Kurvenfahrt gewöhnt hat. Dafür federt der 508 richtig schön ab, nicht Sänftenhaft aber doch sehr bequem. Satt beschreibt das Federungsverhalten des Franzosen wohl am besten. Auch bei den Preisen kann man sich mit der Konkurrenz messen. Den 508 SW gibt’s ab 26.900 Euro (Turbo Diesel, 1.6 HDi 115 FAP 6-Gang Schaltgetriebe), mit dem feinen 1600er-Benziner und Automatik (165 PS) kostet er mindestens 34.300 Euro. Der schnittige und bestens ausgestattete GT ist ab 43.650 Euro zu haben, die jeweiligen Versionen mit vier Türen kosten 2.000 Euro weniger. Weitere Informationen zu den österreichischen Preisen und zur Ausstattung des neuen Peugeot 508 gibt es auf peugeot.at.

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