Vorstellung: Peugeot 308 CC

Neues vom Demokratisierer des Blech-Faltdachs: schlankere Linie, schlankeres Dach, schlankerer Scheibenrahmen und Wärme fürs Nackenhaar.

01.04.2009 Autorevue Magazin

Im Stammbaum des Peugeot 308 CC kommen nicht nur Peugeots vor, sondern auch der Mercedes SLK – näher an den Durchschnittsverdiener aber hat eindeutig Peugeot die Idee des klappbaren Blechdachs herangeführt, inklusive Zugzwang für die Konkurrenz.

Die hat mittlerweile durch komplexe Blechfalttechniken die Dach-Choreografie des 307 CC als, sagen wir, etwas schlicht punziert, weshalb beim 308 CC ordentlich verfeinert wurde. Dazu war nicht viel mehr nötig, als beim gefalteten Dach die Heckscheibe von den C-Säulen zu trennen, um den Gepäck-Einwurfschlitz tatsächlich auf koffertaugliches Maß zu weiten – ohne das Heck des Autos üppig zu gestalten wie beim Vorgänger. Als Fortschritt zu verbuchen sind also Kofferraumvolumen (jetzt 266 bis 465 Liter, vormals 205 bis 350) und die deutlich schlankere Linie.

Weiterer Vorteil des neuen Daches: Die Frontscheibe zielt, weil kürzer als beim Vorgänger, nicht mehr auf den Scheitel der Passagiere, damit ist der Himmel wieder frei.

Der Peugeot 308 CC also, kompaktes Cabrio mit vier Sitzen, wobei die hinteren wegen knapper Kniefreiheit eher Kindern passen, mit unkomplizierter Ganzjahrestauglichkeit, und mit vier Motoren: Der 1,6-16V-THP-Turbomotor zu 150 PS und der 2,0 HDi (140 PS, auch mit Automatik zu haben) kommen noch im März, der 1,6-16V-Saugbenziner (120 PS) und der 1,6 HDi (112 PS) werden im Lauf des ersten Halbjahres folgen.

Erster Eindruck vom Turbo-Benziner: Gute Drehmomentrampe für sonniges Hochdrehen, akustisch unaufgeregt, mit 1512 kg Lebendgewicht wird der 308 CC damit aber keine Knallerbse, sondern eher ein gut trainierter Hobbysportler.

Der 2,0-l-HDi hält bei den Fahrleistungen mit, zeigt sich akustisch bis zur Unauffälligkeit gedämmt. Die beiden schwächeren Motoren werden sich für den braven Alltag empfehlen, und wer beim Offenfahren an Heizen denkt, wird beim 308 CC sowieso eher Airwave im Sinn haben, die Nackenheizung mit Luftdüse an den vorderen Rücksitz lehnen (auch von Mercedes vorgelegt): Funktioniert als feiner Schal aus Warmluft, nur wer zu lang ist und eine bamstige Jacke trägt, verstopft die Düse. Airwave ist alleine mit der teureren Ausstattung Active Pro zu haben, im Paket mit Leder und Windschott ab 2.544 Euro. Serienmäßig hingegen werden Kopfairbags an den Vordersitzen gereicht, erstmals bei einem Cabrio.

Das Dachöffnen geschieht beiläufig per Knopfdruck, bis 12 km/h auch während der Fahrt, also beim Rollen vor der Ampel. In Verbindung mit dem Telematikpaket wird das Dachöffnen und -schließen auch am Display dargestellt, was nicht unbedingt nötig, aber interessant ist. Dauer der Vorführung: 20 Sekunden, in echt wie am Schirm. Offen wie geschlossen ist der 308 CC untadelig verwindungssteif und untadelig komfortabel, dennoch straff mit sportlichem Einschlag. Wenn man ihm partout was ankreiden will, dann die rund 600 Euro Aufpreis für ESP in der Einstiegsversion Active.

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