Schilling & Riedmann

Peugeot 306 GTI – Quicklebendig

Die wahren GTIs kommen heute aus Frankreich

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 30.11.2015

Vorweg die emotionale Einordnung: Der 306 GTI gehört zur Auto-Kategorie Herzklopfen revisited, Abteilung Jugendliebe wiederentdeckt. Dabei stehen die Gefühle dieser wunderbaren Zeitreise auf einer ganz soliden technischen Basis: Doppelnockenwellenmotor, 167 PS, Sechsganggetriebe.

Aah, Sechsganggetriebe. So was haben sie bislang höchstens Formel-1-Piloten in die Hand gedrückt, oder Rallyecracks. Jetzt dürfen endlich auch wir das Drehmoment fein portioniert genießen, wie die hauchdünnen Scheiben, die man von einem saftigen Beinschinken heruntersäbelt. Egal in welchem Geschwindigkeitsbereich man sich gerade befindet, man hat immer den passenden Gang zur Hand. Fein, daß Peugeot nicht der Versucheung erlegen ist, beim Getriebe unten anzustückeln, sprich die unteren Gänge kürzer auszulegen (sie sind im Gegenteil sogar länger als beim Fünfganggetriebe des 306 S 16), sondern wirklich die Untersetzungen enger gestuft hat. Die Anschlüsse passen mit zwingender Logik aneinander, das Ergebnis der Gleichung heißt sagenhafte Beschleunigung. Solange das Getriebeöl noch kalt und steif ist, sperren sich die unteren Gänge noch gegen schlampiges Einlegen, hat der GTI aber erst seine Glieder gelockert und aufgewärmt, flutscht es nur so durch die Gänge.

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