Andreas Riedmann

Wir sind V12

Österreichs einziger Zwölfzylindermotor nach F1-Reglement erlitt dann doch ein Kellerschicksal. Die Geschichte eines österreichischen Projekts.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 06.07.2017

Ein Artikel aus der Autorevue vom Juli 2017.

Ingenieur Peter Marlow, Jahrgang 1944, war Ende der Achtzigerjahre von den Brüdern Harald und Manfred Pehr (Nachfolger aus der Villacher Dachpappenfabrik Geissler und Pehr) beauftragt worden, einen Formel-1-tauglichen Zwölfzylindermotor zu konstruieren. Man erhoffte sich damit den Einstieg ins große Geschäft, nachdem es durch die Eingliederung des Eisenerzer Unternehmens in die Villas Roofing Systems Inc. größere Umschichtungen gegeben hatte. Plötzlich baute man Windkraftanlagen für Florida, was dann doch nicht so funktionierte wie erhofft. Etliche Werksarbeiter drohten ihr Tätigkeitsfeld zu verlieren, es gab öffentliche Subventionen, um Arbeitsplätze zu erhalten, schließlich lag der gesamte Industrieraum Eisenerz im Argen. Insofern kam das V12-Rennmotor-Projekt gerade recht.

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