Opel Insignia OPC Exterieur Front Dynamisch
Wir sehen Opels Nürburgringwaffe.
 

Testbericht: Opel Insignia OPC Automatik

Böse Ware aus Rüsselsheim. Macht unbedingt Spaß, geht aber auch ins Geld.

19.08.2011 Autorevue Magazin

Eigentlich sollte der Opel Insignia OPC komplett ohne Kriegsoptik auskommen – wegen der Überraschungsattacken: Zum Beispiel auf der Autobahn neben einem Porsche Boxster herfahren, gönnerhaft hinübergrüßen und dann Vollgas bis zum Horizont. Solch bübischer Streich geht aber nicht, denn zwei große Nüstern in der Frontschürze signalisieren von Weitem, was da herankommt. Tiefe Schürzen, integrierte Endrohre und eine Tieferlegung um einen Zentimeter sind ebenfalls verräterisch.

Der Opel Insignia OPC bringt schnellen Wahnsinn mit der Marke Opel zusammen

OPC ist eine schräge Welt, denn es bringt schnellen Wahnsinn und die Marke Opel zusammen, mit klarem Schwerpunkt allerdings auf Wahnsinn. Denn der Opel Insignia OPC lässt entspanntes Gleiten kaum zu. Jedesmal aufs Neue aktiviert man den Flex-Ride-Modus „OPC“, der das Sportfahrwerk verhärtet, die Automatik schärft und die Armaturen blutrot färbt. Das Ding geht auch einfach zu gut, um damit rumzugondeln. Knapp über sechs Sekunden von Null auf Hundert als sichtbarer Ausdruck eines maximalen Drehmoments von 435 Nm sind voll die Hölle und recht eigentlich das Kernwesen des Autos. Gäbs hier gescheite Qartermile-Anlagen, wir wüssten, was wir an den sinnlos langen Sommerabenden zu tun hätten.

Opel Insignia OPC Interieur

Natürlich liegt der Insignia auch gut am Belag, andererseits wiegt er halt doch seine gut und gern 1.800 Kilo, und regelrecht flach ist er auch nicht. Dank Allradantrieb dauert es zwar vergleichsweise lang, bis das ESP endlich den Saft abdreht, aber für sehr gute Rundenzeiten muss man das Autofahren schon wirklich sehr können und vollkommen furchtlos sein.

Also lieber Reiseauto, zum Beispiel für den Kurzurlaub, wo man die Anfahrtszeit möglichst knapp halten will. Im normalen Fahrwerksmodus ist der Insignia OPC hinreichend komfortabel und kaum härter als ein ganz gewöhnlicher Audi A4. Platz ist wie im normalen Insignia, also genug.

Eine Hürde ist auf jeden Fall der Preis. Wer nicht unbedingt ein Brachialo ist, wird bei Durchsicht der Kataloge feststellen, dass man um das Geld auch schon eine ziemlich gute E-Klasse bekommt. Und man darf nicht vergessen: Zu den 57.000 Euro sollte sich manch Führerscheinentzug gesellen. Wenn nicht, war das Geld sowieso umsonst ausgegeben.

Apropos OPC, der Corsa drehte derart bewaffnet seine Runden auf dem Nürburgring.:

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