Opel Corsa dyn vorne
Man muss den Corsa schon drehen, um ihn zum Headturner zu machen.
 

Testbericht: Opel Corsa

Update für den kleinen Opel.

13.10.2011 Autorevue Magazin

Mal ehrlich: Headturner ist der Opel Corsa prinzipiell keiner. Im Color Linea, zu dem unter anderem die ­Racing-Streifen und die lackierten Felgen gehören, kann es aber durchaus passieren, dass man sogar aus einem gestylten Mini einen Fingerzeig kassiert. Diese Ausstattungslinie gibt es seit dem jüngsten Facelift, welches dem Corsa nicht nur optische ­Retuschen eingebracht hat. Innen ist der komplette ­Armaturenträger nun deutlich wertiger ausgeführt, neu in der Aufpreisliste ist ein ­­Navigationssystem mit Touch-Screen-Display. Pro: Es leitet ­prima, verfügt über Bluetooth-Freisprechanlage, USB- und iPod-Schnittstelle und belastet die Brieftasche mit schlanken 700 Euro. Contra: Das Display sitzt zu tief unten (über der Klima­regelung) und ist äußerst empfänglich für un­erwünschte Spiegelungen. Eigentlich seltsam, denn das früher ­erhältliche Navigationssystem war auf Augenhöhe in einer Art Souffleurkasten auf dem Armaturenbrett angebracht.

Ebenfalls neu: die Fahrwerksabstimmung. Der Corsa wurde durch diverse Maßnahmen deutlich fahraktiver, verbindlicher in der Rückmeldung von der Straße. Die Lenkung ist absolut ­gefühlsecht und ideal servounterstützt. Kurz gesagt: Nicht so ­zackig wie ein Mini, aber doch für die Neigungsgruppe der ­aktiven Fahrer aufgestellt, ohne aber übertriebene Härte aufzuweisen.

Passend für diese Konfiguration gibt sich der 100-PS-Benziner, der hinter dem entrückten OPC mit 192 PS den stärksten Benziner darstellt. Als klassischer Sauger wirkt er untertourig ein wenig brustschwach und zäh (hey, nur 1,4 Liter), erst ab 4000 Touren legt er deutlich zu, um dann von dort mit Leichtigkeit bis in den Limiter zu drehen. Der Verbrauch? Im Schnitt achtbare 6,5 Liter.

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