opel astra gtc 1,4 turbo ecotec sportvorne front seite
Nichts erinnert hier an den Fünftürer.
 

Testbericht: Opel Astra GTC 1,4 Turbo Ecotec Sport

Ambition, sehr glaubhaft dargestellt. Dabei ist die Motorenpalette hier noch gar nicht zu Ende, was dem Alltag allerdings egal sein kann.

08.04.2014 Autorevue Magazin

Jetzt nur nicht vom gutbürgerlichen Namen Astra täuschen lassen, wie er auch familienfreundliche Versionen schmückt: Der Astra GTC ist gelb nicht nur außen, sondern auch in seinem Wesen – und ­damit einem VW Scirocco sehr nahe. Und auf den hat VW aus gutem Grund nicht Golf draufgeschrieben.

opel astra gtc 1,4 turbo ecotec sport hinten seite heck

Astra GTC: gerne Coupé genannt

Der Astra GTC mit seiner flachen Dachlinie und den ­akzentuierten Lichtkanten ­(alleine die Linie, die sich von den Heckleuchten nach vorne spannt und bei den Türgriffen einhakt, ist große Kunst) lässt sich also gerne als Coupé ansprechen, besonders in der Ausstattungsversion Sport mit ihren gleichnamigen Sitzen, den 18-Zoll-Alufelgen, dem tendenziell trocken abgestimmten Fahrwerk. Und mit diesem Motor der Mitte: 1,4-l-Turbo mit 140 PS (es gibt ihn auch mit 120 oder 180 PS und einen Sauger zu 100 PS) und 200 Nm. Man darf natürlich nicht erwarten, dass Reifen in Rauch aufgehen, wenn man den Fuß aufs Gaspedal fallen lässt, aber es setzt ein Schub ein, den man doch als SCHUB wahrnimmt und auskostet und abfeiert. Dabei lässt der 1,4-Liter-Turbo nie die Sau raus, sondern eher ein kultiviertes Haustier, das schnell ist und leise und sich dennoch gerne streicheln lässt. Das alles passt wunderbar zu dem, was Opel in seinem Namen mitschwingen lässt, man muss die Marke eben nur aus einer gegen den Strich gebürsteten Richtung andenken.

opel astra gtc 1,4 turbo ecotec sport innenraum interieur armaturen

Man sieht: Topversion Sport. Man sieht weiters: So soll es sein.

Was der GTC mit Erwin Wurms Fat Car gemein hat

Und das ganze Auto von hinten, denn unbemerkt ist eine Revolution bei Opel geschehen: Die Druckknöpfe zur Kofferraumentriegelung, von denen wahrscheinlich in den 80ern zu viele eingekauft wurden, sind jetzt offensichtlich aufgebraucht. Somit darf der Kofferraumdeckel dieses Astra mit einem Druck aufs Opel-Logo entriegelt werden, es ­öffnet sich danach die Klappe so weit, dass man die Finger drunterfädeln kann, sofern man nicht zum Wurstfinger neigt. Endlich hat die Eleganz, die man der Marke schon immer gewünscht hat, auch die letzten Zentimeter des Autos erfasst – und hoffentlich entgleitet sie nicht künftig bei den Gesamtproportionen. Denn wenn man die Farbe wegdenkt und kritisch die ­Linien abklopft, dann kommt man drauf, dass Erwin Wurm mit seinem Fat Car einst vielleicht doch kein Kunstwerk geschaffen hat, sondern nur einen Vorgriff auf eine Zukunft, die jetzt bald da sein wird.

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