1940 – Zeitgenossen: Nur mehr drüben

In Europa denkt 1940 keiner mehr an Privatautos. Deswegen muss man nach Übersee schauen.

Veröffentlicht am 05.10.2011

In Europa denkt kaum wer an Privatautos, und wenn, dann bekommt er ohnedies keines: In Deutschland ist die Produktion ziviler PKW verboten, es werden vielmehr militärische LKW gefertigt, auch im Rest Europas ruhen Entwicklung und Fertigung. Nur für Rennen wird noch getüftelt, so entsteht Enzo Ferraris erster Ferrari, der nicht so heißen darf, sondern ACC Typo 815: acht Zylinder, 1,5 l Hubraum. Die USA hingegen arbeiten immerhin bis 1942 an neuen PKW, langsam wird die Pontonform zum Maß. Langsam.

Noch nicht beim Lincoln Continental, Cabrio- und Coupéversion des zwölfzylindrigen Lincoln Zephyr, vielfach als eines der schönsten ­Autos ever gerühmt. Cadillac präsentiert 1940 sein Einstiegsmodell 61, ­wobei der Einstieg relativ ist: Ein V8 mit 135 PS siedelt nach euro­päischen Maßstäben in sehr entrückten Gefilden. Noch weit entrückter ist der Buick Y-Job, ein Show-Car mit Klappscheinwerfern und betont flacher Linie. Absolutes Novum: Das Design wird erstmals aus Plastilin modelliert.


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