Ein Auto für den Hund: Nissan X-Trail Studie 4Dogs

Nissan ist auf den Hund gekommen. Eine britische Umfrage unter Hundehaltern gab den Ausschlag für eine Designstudie eines Hunde- und Hundehalter-freundlichen Autos.

Veröffentlicht am 02.03.2017

Hunde, Hundebesitzer und die Wahl des Automodells

Als Hundebesitzer ist man ständig auf Achse, besonders wenn man eine sehr aktive Hunderasse besitzt. Der Hund ist ein Familienmitglied und daher immer mit dabei. Da soll der Vierbeiner natürlich bestmöglich untergebracht sein. Sicherheit ist ebenso wichtig, wie der Wohlfühlfaktor. Damit ist zwar in erster Linie der Wohlfühlfaktor für den Wauzi gemeint, das Wohlbefinden des Hundes schont aber auch die Nerven des Besitzers während der Fahrt. Immerhin können manche Reisen auch mal länger dauern.

Das Auto-Modell spielt für die meisten Hundebesitzer eine große Rolle, denn nicht jeder Hund liebt es, auf der Rückbank angeschnallt zu werden. Eine sichere Unterbringung während der Fahrt sollte aber nicht nur jedem wichtig sein, sie ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Viele Hundehalter, vor allem von größeren Hunderassen, machen daher ihren Kofferraum hundesicher oder sie legen sich eine Hundetransportbox für den Gepäckraum zu. Beides stellt sich meist als kompliziert heraus. Zuerst einmal benötigt man ein Fahrzeug mit ausreichend großem und hohem Kofferraum. Zum anderen benötigt man die nötigen Befestigungsmittel um den Kofferraum mit einem Gitter sicher vom Passagierraum abzutrennen.

Nissan X-Trail 4Dogs
© Bild: Nissan

Legt man sich eine Hundebox zu, müssen alle Maße und Winkel stimmen, damit man nicht nur den vorhandenen Platz optimal nutzt, sondern dass auch die Rücksitze in Position bleiben können und die Kofferraumtüre geschlossen werden kann. Da eine Hundetransportbox nie exakt passt, verschwendet man immer auch wertvollen Stauraum.

Wie man es dreht und wendet, man ist eigentlich immer auf Maßanfertigungen für das jeweilige Fahrzeugmodell angewiesen und nicht mit jedem Automodell hat man eine große Auswahl an vorgefertigten Lösungen. Egal für welche Lösung man sich entscheidet, selten ist das Ergebnis wirklich perfekt. Hier setzt Nissan mit einer Designstudie an.

Nissan entdeckt Hundehalter als Zielgruppe

Ein großer Kofferraum und viel Platz für Hundezubehör sind für viele Hundebesitzer besonders wichtig bei der Wahl des Fahrzeuges. Da verzichtet man gerne auch mal etwas mehr auf den eigenen Komfort oder ein schickeres Modell.

Ein Konzeptfahrzeug soll zeigen, was ein Auto Hund und Hundebesitzern bieten kann. Für die Fahrzeugstudie hat sich Nissan den Crossover Nissan X-Trail geschnappt und einige Modifikationen am Kofferraum-Innenleben vorgenommen, die es in sich haben.

Nissan X-Trail 4Dogs
© Bild: Nissan

Für ältere Hunde, Vierbeiner mit gesundheitlichen Problemen oder auch kleinere Hunde findet man hinter einer Abdeckung eine ausziehbare Rampe. In einer Lade daneben befinden sich eine Hundedusche und ein Hundeföhn. Damit kann man besonders dreckige Rabauken sauber bekommen, bevor man ihnen den Zutritt ins Wageninnere gewährt. Wer weder Dusche noch Föhn benötigt, kann diese Extras auch daheim lassen und die Lade anderweitig nutzen.

Die Kofferraumverkleidung aus Leder ist robust und lässt sich leicht reinigen. Im Gepäckraum finden sich ein Hundekörbchen, ein Wassernapf mit Auslaufschutz und ein Futterautomat. Ein Einhaksystem für das Hundegeschirr soll für mehr Sicherheit sorgen. Seitlich befinden sich Stauraumfächer für Hundespielzeug, Futter, Kotbeutel, Leinen und sonstiges Zubehör.

Für bessere Belüftung sorgen zwei Lüftungsdüsen. So gibt es immer ausreichend Sauerstoff. Zudem ist es kuschlig warm in der kalten Jahreszeit und angenehm kühl im Hochsommer.

Nissan X-Trail 4Dogs
© Bild: Nissan

Eine weitere Besonderheit ist die Hundekamera, die von oben den Gepäckraum im Blick behält. Über das sogenannte „Infotainment-System“ des X-Trail werden Bild und Ton über einen Bildschirm in der Mittelkonsole übertragen. Auch der Fahrer wird gefilmt und dessen Bild und Stimme werden wiederum über einen Monitor im Kofferraum ausgegeben. So hat man die Schützlinge immer im Blick und kann diese zur Not auch beruhigen bzw. Kommandos erteilen. Das kann besonders bei jungen Hunden, die noch an das Autofahren gewöhnt werden müssen, oder auch bei Angsthunden sehr hilfreich sein.

Benötigt man den Stauraum für einen Großeinkauf, so lassen sich Körbchen, Futterautomat und Wassernapf einfach entfernen. Auch an das Reserverad kommt man weiterhin ohne Schwierigkeiten.

Ideales Auto für Hund und Hundehalter?

Einige gezeigte Extras wie Föhn und Dusche sind zwar praktisch, meist aber eher unnötig. Toll sind Leder-Auskleidung, Stauräume, Rampe und Abtrenngitter. Besonders die „Überwachungskamera“ ist ein echter Mehrwert. Ob diese jedoch bidirektional funktionieren muss?

Nach vorne ist der Gepäckraum mit einem Gitter abgesperrt. Öffnet man jedoch die Kofferraum-Türe ist der Weg nach draußen frei. Diese Lösung ist somit nur für wohlerzogene Hunde geeignet, außer man schnallt sie an.

Nissan X-Trail 4Dogs
© Bild: Nissan

Es gibt aber noch einen weiteren Haken: Derzeit handelt es sich lediglich um ein Konzeptfahrzeug. Viele Details, Extras und Einbauten wurden eigens für diese Fahrzeugstudie gefertigt. Dennoch zeigt Nissan damit zumindest, wie man Hundehaltern und Hunden eine echte Freude machen könnte.


Voriger
Nächster