Nissan NP300 Navara – 20-Stunden-Woche

Wenn erstaunlich viele Navaras im Dienste der Freizeit und des Lifestyles unterwegs sind, wollen sie natürlich nicht als Werktag auf Rädern auftreten. Daher also: Gelände­kompetenz wie einst, aber jetzt mit dem Fahrgefühl eines modernen SUV.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 27.01.2016

Der Leiterrahmen untendrunter ist geblieben, und er ist so robust, dass man ein Blockhaus drauf errichten könnte. So viel zur Beruhigung bisheriger Navara-Besitzer, die beim Modellwechsel eine Verweichlichung des Pickup-Grundgedankens vermuten könnten.

NP300 Navara: 1 Tonne Nutz-, 3,5 Tonnen Hängerlast

Es ist eher das Gegenteil eingetreten, wiewohl von einer Verhärtung natürlich nicht gesprochen werden kann: Der Fahrkomfort des Navara, bislang doch noch irgendwie mit Lastesel-Assoziationen abgeschmeckt, hat mit dem Modellwechsel einen völlig geschmeidigen, langstreckentauglichen, komfortablen Einschlag genommen, Verwandtschaft zu heutigen, großen SUV ist deutlich fühlbar. Besonders beim Double Cab, der trägt als erster Pickup seines Schlages (eine Tonne Nutzlast!) eine Mehrlenker-Hinterachse mit Schraubenfedern, da sind wir schon tief im Pkw-Bau. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich des bisherigen, auch sehr reifen Navara mit dem Neuen, wenn man umweglos umsteigt und sich im Vorgänger plötzlich mit nostalgischen Gefühlen wiederfindet. Jetzt aber ist alles Sperrige weg (außer man zückt das Maßband und erkennt, dass der Navara noch immer mehr als 5,20 Meter lang ist), die Federung nimmt auch ihren Dienst auf, ohne dass man dafür die Ladefläche vollräumen oder einen Anhänger drankuppeln müsste oder beides. Beim Anhänger reden wir von Pferde- oder Oldtimertransport – einen dieser zierlichen Hänger zum Wegführen des herbstlichen Falllaubes hängt man dem Navara an den Innenspiegel. Die maximale Hängerlast liegt übrigens bei 3,5 Tonnen, beim 2WD immer noch bei 3.010 kg.

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