nissan note dci tekna weiss vorne front seite
Wer ein Maßband zückt, identifiziert ein dienstbares Auto zwischen Klein- und Kompaktwagen.
 

Testbericht: Nissan Note 1,5 dCi Tekna

Will mit dem Vorgänger nur mehr wenig zu tun haben, aber viel mit uns allen.

29.11.2013 Autorevue Magazin

Der Nissan Note will nicht mehr sein, was er war. Das ist irgendwie exzellent gelungen, wiewohl einem völligen Neustart der alte Name und die noch immer dezent erhöhte Karosserie im Weg stehen. Das Schlagwort vom Van jedenfalls hört man bei Nissan nicht so gerne, viel lieber betont der Hersteller den Technologieträger – und dass er außen viel fescher geworden ist, nimmt der Betrachter erfreut zur Kenntnis.

nissan note dci tekna weiss cockpit innenraum

Die Gestaltung des Innenraumes wirkt wie aus einem Guss, da perlt Kritik glatt ab.

Wer ein Maßband zückt, identifiziert ein dienstbares Auto zwischen Klein- und Kompaktwagen.

Das mit dem Technologieträger stimmt für die Topversion ­Tekna: Dort sind Spurwarner, Totwinkel-Assistent und Bewegungsmelder hinten montiert, die Unbilden des Alltags vom Note abpuffern sollen. Als Drei­­faltigkeit unbeschädigten Vor- und Rückwärtskommens heißen sie bei Nissan Safety Shield, was vielleicht ein bisserl zu viel Unverwundbarkeit ­suggeriert, aber in den Grund­zügen stimmt. Denn der Note warnt viel und gerne, zusätzlich zum Safety Shield scannt der Tekna über vier Kameras die Umgebung, das Ergebnis ist am Touchscreen ebenso zu ­sehen wie die Vogelperspektive, die besonders beim Einparken gerne genommen wird. Wer aufs Piepsen eines Abstandswarners hofft, hofft zu früh.

nissan note dci tekna weiss lenkrad multifuntionslenkrad

Empfehlenswert ist der Note in Tekna-Konfiguration auch wegen des hübscheren Innenraumes, der seinen Mehrpreis mit Teilledersitzen, Leder an Lenkrad und Schaltgriff und Navigation erklärt. Und mit der längs verschiebbaren Rücksitzbank, die aus dem Note durchaus ein Raumwunder formt, wiewohl 4,1 Meter Länge natürlich einen Kompromiss abverlangen: Wer die ganz große Kniefreiheit wählt, regelt den Kofferraum auf 325 Liter ein. Wer ihn auf 411 Liter vergrößert, bringt nur mehr sehr kurze Beine ­unter. Das maximale Lade­volumen liegt bei üppigen 2012 Litern (da kommen die meisten Mittel­klasse-Kombis nicht mit), die Rücksitz­lehnen sind selbst­erklärend umzu­legen.

nissan note dci tekna weiss rueckbank innen hinten

Die Topversion Tekna bringt viel mit, was der Basis-Note nicht einmal gegen Aufpreis bietet, zum Beispiel die längs verschiebbare Rücksitzbank.

Die Platzverhältnisse im Fond des Nissan Note sind hervorragend:

Die Türen öffnen fast im 90-Grad-Winkel. Fast heißt, dass wir uns in Diskussionen verstrickten, ob das jetzt 85 oder 87 Grad wären, man darf auf ­Zahlen pfeifen und sagen: Dem Einsteigen hinten steht wahrlich keine Tür im Weg.

nissan note dci tekna weiss kofferraum

Dass bislang so wenig von den Vordersitzen die Rede war, weist auf deren Immunität ­gegen Kritik:

Vorne sitzt man komfortabel mit Bewegungsfreiheit in alle Richtungen, schaut auf ein fesches Armaturenbrett (der Klavierlack der Mittelkonsole ist nicht staubig, er trägt dezenten Metallic-­Flit­ter), findet alle Schalter, als ­wären sie schon immer dort gewesen, mit Ausnahme der Eco-Taste. Die sitzt neben der Handbremse, ist so eine Art Sedativum, was aber nur im direkten Vergleich auffällt. Denn prinzipiell steht der 1,5-l-Turbodiesel mit 90 PS und 200 Nm gut im Futter, er ist so gut gedämmt, wie man es in dieser Klasse erwarten darf, und sein Verbrauch passt gut zur Zukunft und zu einem intelligenten Auto: Wir kamen auf 5,2 l auf 100 km. Gäbe es für den Note ein Sechsgang-Getriebe, dann wäre es noch etwas weniger.

nissan note dci tekna weiss handschuhfach ablage

Informationen zum Crastest des Nissan Note finden Sie auf der Homepage des Euro NCAP.

Konfigurieren Sie sich Ihren Nissan Note auf autogott.at

Mit unserem Autopreisrechner alle Preise für Neu- und Gebrauchtwagen gratis berechnen!