Nissan GT-R 2013 Premium Pack vorne seite front
Nissan-Kunden nutzen den GT-R viel auf der Rennstrecke. Im Alltag wirkt der Supersportler stets unterfordert.
 

Testbericht: Nissan GT-R Premium Pack

In den tiefsten Tiefen moderner Sportwagen gibt es Prallbleche und Aufhängungsbuchsen zu optimieren. Die grüne Hölle hilft, diese Teile zu finden.

20.12.2013 Online Redaktion

Kazunori Yamauchi ist ein ­Japaner klassischen Zuschnitts. Höflich bis zur Unterwürfigkeit und ein nimmermüder Perfektionist. Er hat die Bestseller-Spielreihe „Gran Turismo“ geschaffen – deswegen ist er Vizepräsident von Sony Computer Entertainment.

Nissan GT-R 2013 Premium Pack cockpit innen innenraum

Nissan GT-R und Kazunori Yamauchi

Er ist auch ein Autoliebhaber. Nein, er ist mehr als nur ein Liebhaber. 2011 und 2012 hat er mit einem Nissan GT-R sein Klassement im 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen. In der Gruppe SP 8T mag die Konkurrenz nie besonders groß gewesen sein (2011 traten neben ihm noch zwei Audi RS4 an, 2012 bloß noch ein zweiter Nissan GT-R), aber die grüne Hölle über­stehen und auch noch einen Pokal mit nach Hause nehmen – das katapultiert Fahrer in einen ­erlesenen Kreis.

Nissan GT-R 2013 Premium Pack rad felge brembo bremse Das Renn-Engagement 2012 diente vor allem Nissan als Forschungsfahrt. Man war auf der Suche nach Verbesserungsideen für das aktuelle Modelljahr, denn GT-R-Kunden bewegen ihr Auto viel auf Rennstrecken.

Add Ons

Auf entsprechendem ­Niveau sind die Änderungen. Durch neue Aufhängungsbuchsen wurde der Schwerpunkt gesenkt. Die Ölwanne (aus Magnesium gefertigt) ­erhielt ein neues Prallblech. Dadurch soll auch bei schneller Kurvenfahrt der Öldruck stabil bleiben. Einspritzdüsen, Turbo­lader und Motorenkennfelder wurden so optimiert, dass der Motor ab 4500 Touren direkter anspricht. Auf dem Papier änderte sich an der Leistung aber nichts. Nach wie vor 550 PS. Für die Rennsport-Kunden gibt es außerdem die neue Ausstattungslinie „Track Pack“ unter anderem mit ­Karbon-Heckflügel, Titan-Auspuff­anlage und zusätzliche Windkanäle im Frontsplitter. Dafür werden die beiden Notsitze im Fond demontiert.

Nissan GT-R 2013 Premium Pack heckspoiler

Nissan GT-R Ausstattung

Überhaupt wurde an der Ausstattung gefeilt. Der ge­teste­te GT-R Premium Pack hatte ein Rindsleder in die Sport­sitze genäht, das so fein war, man glaubte, es sei ein gefetteter Neoprenanzug. Und fahren tut sich der GT-R wie ehedem. Präzise bis zum Professorentitel, kraftvoll bis zum Strafmandat. Nur in der Stadt etwas bockig und peinlich laut.

Nissan GT-R Premium Pack Galerie

Nissan GT-R 2013 Premium Pack mittelkonsole schalthebel

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