Der Pulsar stopft das Loch, das seit dem Tiida in Nissans Kompaktklassenportfolio klafft.
 

Qashqiño: Der neue Nissan Pulsar

Nissan unternimmt den kritischen Wiedereintritt in den Golf-Orbit mit einem Raumwunder.

27.10.2014 Autorevue Magazin

Es ist nicht irgendeine Sub-­Nischen-Lücke, die bei Nissan im Line-Up klafft. Der weiße Fleck liegt ausgerechnet in der Golf-Klasse, dem wichtigsten Marktsegment in Europa. Und das Schlimmste daran: Eigentlich ist nach dem Auslaufen des Tiida jahrelang auch niemandem aufgefallen, dass da bei Nissan ein substanzielles Auto fehlt. Dieses Loch im ­Modellprogramm soll nun der Pulsar abdichten. Das tut er vor allem mit voluminösen Abmessungen, sowohl Radstand (2700 mm) als auch Gesamtlänge (4387 mm) übertreffen nicht nur die entsprechenden Werte eines VW Golf (4349 mm) deutlich, sondern auch jene des großen Markenbruders Qashqai. Daraus resultiert eine hochklassige Bewegungsfreiheit im Innenraum, wovon besonders die zweite Reihe profitiert. Die Kniefreiheit im Fond setzt einen neuen Klassenbestwert und entspricht jener einer Mercedes C-Klasse, ebenso ist das Ladevolumen des Pulsar im Kompaktwagen-Segment unübertroffen. Leider bleibt bei umgelegter Rückbank eine markante Stufe im Kofferraumboden.

Stilistische Ähnlichkeiten zum Qashqai sind beabsichtigt.

Stilistische Ähnlichkeiten zum Qashqai sind beabsichtigt.

Nissan Pulsar: Hochklassige Bewegungsfreiheit im Innenraum

Das Cockpitdesign, die ­Bedienlogik und die Verfügbarkeit von Assistenzsystemen orientieren sich vernünftigerweise an den Crossover- und SUV-Bestsellern von Nissan, so werden beispielsweise Navigationshinweise sowohl am 5,8-Zoll-Bildschirm in der Mittelkonsole als auch im 5-Zoll-Farbdisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser dargestellt. Interessant ist, dass sich für beide Anzeigen unterschiedliche Spracheinstellungen selektieren lassen.

Bedienlogik und Infotainment lassen keine Fragen offen, zwei Farbdisplays ­versorgen den Fahrer mit Informationen und Navigationshinweisen.

Bedienlogik und Infotainment lassen keine Fragen offen, zwei Farbdisplays ­versorgen den Fahrer mit Informationen und Navigationshinweisen.

Ein Pulsar wie der andere

Übersichtlich ist und bleibt die Auswahl an Karosserie- und Antriebsvarianten. Es wird vom Pulsar weder einen 3-Türer noch einen Kombi und auch keinen Allradantrieb geben. Die Motorenpalette beschränkt sich auf jeweils ein Otto- (115 PS) und ein Dieselaggregat (110 PS), geschalten wird grundsätzlich ein manuelles Sechsganggetriebe, der Benzinmotor kann mit einem stufenlosen CVT-Getriebe kombiniert werden. Wir empfehlen klar den Dieselmotor, da dieser bei deutlich geringerem Verbrauch und besserer Fahrbarkeit ähnlich laufruhig und geräuscharm wie der Benziner auftritt. Der Pulsar kann ab 10. Oktober bestellt werden, wer mehr Leistung braucht, sollte den Frühling ­abwarten: Eine Benzin-Variante mit 190 PS ist für März 2015 angekündigt.

Lenkrad wie im Qashqai.

Lenkrad wie im Qashqai.

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