Seat Ibiza: Schöne Inselbegabung

Mit dem neuen Seat Ibiza bekommen die Spanier die 5. Generation des Kompakten und die Gelegenheit sich vor den neuen von VW und Skoda zu etablieren.

radical mag
Veröffentlicht am 10.03.2017

Auch wenn der Ateca die Verkaufszahlen von Seat gerade beflügelt, mit Luca di Meo eine charismatische Persönlichkeit als Chef wirkt und der Leon Cupra 300 ganz fein ist: so richtig großartig ist die Erfolgsbilanz von Seat weiterhin nicht. Gut, man hat es schon zwei, drei Mal gehört, gelesen, gedacht, dass jetzt endlich etwas passieren muss bei und mit der spanischen VW-Tochter, aber es macht jetzt den Eindruck, als ob tatsächlich etwas passiert. Denn es ist Seat, die nun die Erneuerung der Kleinwagen-Palette des Konzerns einleiten darf, also nicht die Übermutter VW, auch nicht Skoda. Und der neue Ibiza, unterdessen in der fünften Generation angekommen und mit 5,4 Millionen verkauften Einheiten der erfolgreichste Seat aller Zeiten, hängt die Latte gleich mal ziemlich hoch.

© Bild: Seat

Ist der neue Seat Ibiza hübscher, als seine Konzern-Geschwister?

Denn: er ist einfach nur hübsch. Irgendwie putzig, so wie ein junger Hund mit den zu dicken Pfoten. Also quasi auch ein Leon, aber kleiner – und deshalb süß. Und weil gerade bei den Kleinwagen das Design ein Punkt ist, der deutlich mehr zählt als in anderen Segmenten, könnte Seat mit dem neuen Modell eine Punktlandung schaffen. Der Polo kommt sowieso erst nächstes Jahr auf den Markt (Vorstellung auf der IAA im Herbst), vom Fabia weiß man noch nicht viel – und dieser Vorsprung könnte den Spaniern zu einem großen Vorteil gereichen. Zumal ja davon auszugehen ist, dass der VW und der Skoda sicher nicht besser aussehen werden als der Ibiza. Man hört sogar sagen, dass die Gesichter in der VW-Design-Abteilung ziemlich lang geworden sind, als sie den kleinen Seat zum ersten Mal gesehen haben.

Und hier einige Bewegtbilder des neuen Seat Ibiza

Der große Vorteil der gemeinsamen Plattform

Genaue Masse haben wir noch nicht, auch zu den Motorisierungen ließ Seat noch nichts verlauten. Aber weil der Ibiza das erste Modell auf der Basis der MQB-A0-Plattform ist (MQB wie in Golf & Co., aber halt nach unten angepasst), darf man davon ausgehen, dass es alles geben wird, was MQB halt so gut kann. Auch die Themen Infotainment und Connectivity werden sich im feinsten Konzernrahmen bewegen können, also: ganz oben. Die Demokratisierung der teuren Systeme geht sicher weiter – auch wenn das dann wohl auch tief ins Portemonnaie geht, wenn man zu viele Kreuzchen macht. Doch darauf kommt es anscheinend immer weniger an, viele Kunden kaufen heute ein kleineres Fahrzeug, um sich dann eine bessere Ausstattung leisten zu können. Und da haben sie mit dem Ibiza ja schon mal beste Voraussetzungen.

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com


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