Nationalratswahl 2017: Das plant die Männerpartei in der Verkehrspolitik

Hier sind die Pläne der Männerpartei in der Verkehrspolitik. Bei der Nationalratswahl 2017 in Österreich treten insgesamt 16 Parteien zur Wahl an. Wir haben jeder einen Fragenkatalog zur Mobilität geschickt.

02.10.2017 Online Redaktion

Am 15. Oktober finden in Österreich die Nationalratswahlen 2017 statt. Insgesamt treten 16 Parteien an, zehn davon bundesweit, sechs nur in einzelnen Bundesländern. Wir haben jeder Partei einen Fragebogen zur Verkehrspolitik geschickt. Hier folgen nun die Antworten der Männerpartei.

Verkehrspolitik der Männerpartei

1) Planen Sie Änderungen bei der Besteuerung von Kraftstoffen?

Nein, weder bei Diesel noch bei sonstigen.

2) Wie stehen Sie zur unterschiedlichen Besteuerung von Diesel und Benzin?

Die günstigere Dieselbesteuerung stammt aus dem Bedarf der Landwirtschaft und ist zudem sinnvoll, um die Lücke zum technisch identischen “Heizöl leicht” nicht zu groß aufklaffen zu lassen. Sie soll beibehalten werden.

3) Welche Maßnahmen planen Sie im Bezug auf die Fahrzeugbesteuerung?

Keine Erhöhungen.

4) Welche Pläne zum Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich gibt es?

Unsere Pläne beziehen sich vor allem auf den Bahnverkehr, er ist das energieffizienteste, umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Und schadstoffarmen Busverkehr mit Biogas.

5) Planen Sie aufgrund der so genannten „Landflucht“ spezielle Maßnahmen für die betroffenen Regionen – also Großstädte einerseits und die ländlichen Gegenden andererseits?

Wir halten den Ausbau der Infrastruktur für besonders wichtig, um leistbares Wohnen in größeren Einzugsgebieten zu erzielen.

6) Welche Pläne zum Ausbau und zur Pflege des bestehenden Straßennetzes gibt es?

Effiziente, staufreie Verbindungen schaffen und erhalten.

7) Sollen die Straßen im Besitz der öffentlichen Hand bleiben?

Ja, ausnahmslos.

8) Wie würden Sie die Entwicklung autonomer Fahrzeuge fördern (Gesetzesänderungen, Errichtung von Teststrecken…)?

Nein. Wenn irgendein Land seine Bürger als Testpiloten und Versuchskaninchen der Autokonzerne verwenden will, lassen wir jedem anderen Staat den Vortritt. Wir schauen uns das an und schützen erst einmal unsere Bürger vor möglichen, tödlichen Systemfehlern.

9) Wie würden Sie die Einführung von Elektrofahrzeugen fördern?

Vor allem sind Plug-In-Hybride zu fördern. Sie sind alltagstauglich. Elektroautos sind aufgrund der langen Ladezeiten, nicht aufgrund der Reichweiten, noch für zu wenige Einsätze praxisgerecht.

10) Planen Sie eine Preiserhöhung oder Preisminderung der Autobahnvignette?

Wir planen eine Preisminderung auf Schweizer Niveau (= 40 Euro). Damit würde der Absatz massiv steigen, die Zahl der Vignettenflüchtlinge sinken, das Straßennetz entlastet und Österreich fair statt unverschämt wahrgenommen werden.

11) Österreich ist ein Land, das wirtschaftlich stark an der Autoindustrie hängt, der allerdings starke Veränderungen bevorstehen. Wie wollen Sie diesen Wandel und die Firmen unterstützen?

Wir wollen für die bereits bestehenden, hervorragenden Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstätten die bestmögliche Infrastruktur schaffen. Qualitätssicherung in der Bildung, somit auch in HTL und Universitäten, statt Auswendiglernen und fachfremde Bereiche wie das krude “Gender Studies” in Universitäten. Fernhalten der drohenden Anti-Männer-Quote (fälschlicherweise als “Frauenquote” beschönigt) von Forschung, Lehre und Industrie, denn wir brauchen die Besten, egal welchen Geschlechts.

12) Planen Sie die Umsetzung von Fahrverboten (Dieselfahrverbote oder ähnliches)?

Nein. Städte sollen jedoch ermächtigt werden, bei besonders schadstoffintensiven Modellen kostenpflichtige Gebühren einzuheben.

13) Haben Sie noch Anmerkungen und Ideen, denen wir in diesem Katalog keine Aufmerksamkeit geschenkt haben, die Sie aber in diesem Kontext für dringend erwähnenswert erachten?

Biogas ist eine in Vergessenheit geratene, technisch längst ausgereifte Alternative mit großem Potential. Die Infrastruktur der Tankstellen und der Herstellung ist auszubauen. Ich finde es gut vorstellbar, dass der Elektroauto-Hype einen großen Rückfall erlebt, wenn die Menschen bemerken, dass die Reichweite zu gering ist, weil die Ladezeit die größte Einschränkung darstellt. Abgesehen davon will ich nicht Chinas Konzerne, welche beim Elektroauto-Hype die Nase vorn haben, weiter fördern, sondern lieber unsere Wirtschaft.

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