Jaguar XK 120 Oldtimer Gebrauchtwagen Mode und Technik 1948
Brückenschlag zwischen Düsenjet und Hubschrauber.
 

1948 – Was noch: Mode & Technik

Mode: Was wäre wenn. Technik: Eh schon wieder.

13.11.2012 Autorevue Magazin

Mode: Was wäre wenn

Jaguar XK 120 Oldtimer Gebrauchtwagen Mode und Technik 1948

Designermode ist unerschwinglich, aber vorhanden. Pariser Modeschöpfer wie Christian Dior oder Jacques Fath geben die Mode­strömung vor, Damen kleiden sich figurbetont, lediglich die Rock­länge (wadenlang oder mit bedecktem Knie) ist nicht zu Ende diskutiert. Diskutiert wird allerdings an Italiens Stränden, wo das Tragen eines Bikinis statt eines Badeanzugs aus sittlichen Gründen mit Ordnungsstrafen belegt wird. In Österreich und Deutschland wird zu Kleidung eher das vernäht, was greifbar ist: ältere Kleidungs­stücke, alte Decken oder auch neue aus den Care-Paketen. Fallschirmseide dient als Rohmaterial für Blusen, so Frauen ihrer habhaft werden.

Jaguar XK 120 Oldtimer Gebrauchtwagen Mode und Technik 1948

Werbung ist eher nicht notwendig, weil der Nachholbedarf ohnedies nur von Geldmangel eingebremst wird, allerdings wollen Firmen doch ihren guten Namen in Erinnerung rufen. Da in Österreich die Werbung jahrelang streng kontrolliert war, müssen sich die Agenturen erst langsam an die neue Freiheit gewöhnen: Die ganz große Kreativität wohnt den 48er-Sujets noch nicht inne.

Technik: Eh schon wieder.

Jaguar XK 120 Oldtimer Gebrauchtwagen Mode und Technik 1948

Revolution auf dem Fotomarkt: Die erste Polaroid-Kamera liefert in wenigen Minuten fertig entwickelte Bilder, bleibt dabei aber äußerlich eher konservativ. Fortschritte macht auch der Düsentrieb. War er am Ende des Zweiten Weltkrieges erst partiell im Einsatz, gilt er drei Jahre nach Kriegsende bereits als Flugzeugantrieb der Zukunft. Aber nicht nur dort: Bei Rover wird die Düse als tauglich für den Straßenverkehr befunden, bis zum fahrfertigen Rover Jet 1 werden noch zwei Jahre vergehen, auf die ­Serienreife warten wir bis heute. Oder eigentlich nicht mehr.

Erstmals zu haben ist die Fernbedienung für Fernseher, allerdings nur in den USA, weil bei uns gibt’s noch nicht einmal ein Fernsehprogramm. Die erste Fernbedienung ist über ein Kabel mit dem TV-Gerät verbunden, sie ermöglicht das Vergrößern des Bildes, quasi ein Lautstärkenregler für die Augen. Erst 1950 wird von der Zenith Radio Corporation eine Fernbedienung zum Umschalten der Programme kommen, sie wird treffend „Lazy Bones“ heißen.

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