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Parkt verlässlich am unteren Ende aller Mobilitätsansprüche.
 

Testbericht: Mitsubishi Space Star 1,0 Inform

Mitsubishi bringt einen Kleinstwagen, der mit erstaunlicher Konsequenz auf Alltagsbewältigung zielt.

09.08.2013 Online Redaktion

Das Dilemma ist immer das gleiche: Mitsubishi baut feine Technik, aber die Autos drumherum kommen bisweilen recht uninspiriert daher. So reicht es auch hier nicht für einen Herzensbrecher, obwohl der Space Star in einem halben Dutzend lustiger Farben kommt.

Der Space Star wird in ­Thailand gebaut und soll dort Menschen von scheppernden Mopeds ins Auto holen.

Er ist leicht (845 kg) und minima­listisch, was gut ist, weil ­erstens weniger Verbrauch und zweitens: Es kann nicht abfallen, was nicht da ist. Er ist aber auch ziemlich öd, was dem Preis geschuldet ist. Man hat den Eindruck, dass aus allen Ecken des Teilelagers zusammengesucht wurde, was preiswert war – von der Mittelkonsole zum Armaturenbrett zur Türverkleidung wirkt nichts auf­einander abgestimmt. Alles ist hart und grau außer den LEDs für die Öko-Anzeige, die sind grün.

mitsubishi space star 1,0 inform heck

Wieso sich also einen Space Star anschauen?

Weil kommt, was jetzt kommt: Der Dreimeter­siebzig-Floh bietet ausreichend Platz für vier Passagiere (Vorteil der schlanken Strukturen!), auch ­einen ernsthaften Kofferraum gibt es. Nichts klappert, die vierzehn Schrauben, die das Auto zusammenhalten, sind gut angezogen.

Und überhaupt: guter Motor.

Erst einmal in Bewegung, bleibt das Fahren vorbildlich leise, nur unter Last dringt ein geisterhaftes Greinen aus dem Motorraum. Ja, 71 PS sind genug, das möchte man in turbodown­sizing-leistungs­orientierten Zeiten gar nicht mehr für möglich halten. Sie machen den Space Star nicht zur Rakete, dennoch erscheint der Griff zur stär­keren Variante überflüssig, schließlich ist das ein prädestiniertes Stadtauto. Außerdem kann man ­damit wirklich sparsam fahren. Vier Liter sind ­optimistisch, ­erfahrungsgemäß trinken kleine Dreizylinder sehr gerne, wenn man ihre 70 PS abruft. Aber um die fünf Liter sind im Alltag machbar, im Vergleich zu up! und Picanto kann man von einem Liter Minderverbrauch ausgehen.

Last, but not least: der Preis.

10.990 Euro kostet der Floh mit Klimaanlage, Radio, fernbedienter Zentralverriegelung und elektrischen Fensterhebern vorne. Ein solides ­Paket, punktgenau im Klassenschnitt der Kleinstwagen. Da muss man sich nur noch mit dem grauen Innenraum anfreunden. Aber so ist eben der Alltag.

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