Mitsubishi Outlander Neu 2012 Test Modellvorstellung Fahrbericht
Der Plug-In-Hybrid kommt später. Auf die Form an sich kann man sich aber schon freuen.
 

Vorstellung: Mitsubishi Outlander

Die dritte Outlander-Generation wird leichter, sparsamer, größer. Ein Plug-in-Hybrid folgt später.

05.10.2012 Autorevue Magazin

Früher war vieles, was Allradantrieb hatte und die Bodenfreiheit für Fluchten ins Gelände mitbrachte, ein Mitsubishi. Das lag vor allem daran, dass andere Marken kein geländegängiges Angebot hatten, was sich ja mittlerweile deutlich geändert hat. Daher also möch­te Mitsubishi bei den SUVs wieder etwas intensiver aufzeigen, was der neue Mitsubishi Outlander (der erste erschien 2001, der nächste 2007 mit Citroën- und Peugeot-Ablegern) tadellos erledigen will.

Zum Beispiel mit einem neuen Frontdesign, das die bisherige, grimmige Jetfighter-Nose durch technoide, schlichte Linien ersetzt. So wie der Outlander werden künftig alle Mitsubishis dreinschauen, also friedlicher, dafür etwas verwechselbarer, was man als ­guten Tausch sehen kann, sofern das Ego normal entwickelt ist. Das Heck schafft dafür mit dem Steg zwischen den Leuchten einen durchaus eigenständigen Charakter, die Flanken deuten die Größe des Outlander an: Mit 4,65 m Länge lässt er die Kompakt-SUVs klar hinter sich, um in einer Klasse vorzufahren, wo auf ­feines ­Interieur (mit bis zu ­sieben ­Sitzen) geachtet wird. Auch bei den Materialien hat Mitsubishi ambitioniert nachgelegt, und wer irgendwo nicht ganz so edles Plastik finden will, muss ein wenig suchen, bevor er an Teilen der Türverkleidung doch fündig wird.

Weg von der Oberfläche, ­hinein in die Tiefe der Struktur. Dort hüpft der Outlander ambitionierten Leichtbau vor, so wiegt die Rohkarosserie 100 kg weniger als beim Vorgänger, gesamt wurden durch Feinarbeit an Sitzen, Fahrwerk und Bremsen rund 150 kg eingespart, und der cw-Wert ist mit 0,33 auch deutlich besser. Man sollte derlei vor dem ­Lesen des Datenblattes wissen, denn der neue Dieselmotor leistet jetzt 150 PS statt der 180 des Vorgängers. Was aber beim Fahren nicht auffällt, da steht der 2,2 DI-D gut im Futter, das Drehmoment von 380 Nm ist ohnedies gleich ­geblieben. Allradantrieb ist beim Diesel serienmäßig, der MVEG-Verbrauch deutlich (von 7,0 auf 5,5 l/100 km) gesunken, die niedrige Verdichtung von 14,9:1 frommt der Laufruhe. Wer einen reinen Fronttriebler wünscht, wird zum ebenfalls 150 PS starken Benziner greifen. Der ist für den tiefen Einstiegspreis von 24.000 Euro zuständig, ist andererseits aber auch mit 4WD und stufenloser Automatik CVT erhältlich und kostet dann 31.000 Euro, was jetzt auch Schätzungen Richtung Diesel-Preisliste erlaubt.

Der neue Outlander wird ab Mitte Oktober in Österreich verkauft, der Plug-in-Hybrid mit zwei Elektromotoren (einer vorne, einer hinten) und einem Benzinmotor kommt Mitte 2013. Schon jetzt gibt’s das Versprechen von 800 km Reichweite und weniger als 50g CO2/km, ambitioniertes Ziel bei einem großen Auto. Versionen von Peugeot und Citroën wird es übrigens nicht mehr geben, die Kooperation bleibt beim kleineren ASX aber aktiv.

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