Mitsubishi ASX Exterieur Dynamisch seite
Trägt nicht gerade zur Entschärfung des Wettbewerbs bei.
 

Testbericht: Mitsubishi ASX 1,8 DI-D

Die Tugenden eines Outlanders im umkämpften Kompakt-SUV Segment

09.09.2010 Autorevue Magazin

Es ist halt so eine Sache mit der Preisspreizung. Mitsubishi bewirbt den ASX mit einem Einstiegspreis von 19.990 Euro (mit Frühkäuferbonus sogar 18.990,–), und wir fahren einen ASX um 33.090 Euro durch die Gegend. Für dieses Geld ist man schon tief im Outlander-Bereich, und bei einem Tausender mehr beginnt bereits der Pajero. Da sich Pajero zu Outlander zu ASX so verhält wie Steinbruch zu Rübenacker zu Gemüsebeet, hat das dann aber eh wieder seine Ordnung. Immerhin haben wir sowohl Topmotorisierung als auch die beste Ausstattungslinie an Bord, da bleibt kein Wunsch unerfüllt.

Ordert man Instyle, gibt es keine Op­tionen mehr, die man zusätzlich ankreuzen könnte. Von ESP und sieben Airbags über ein gekühltes Handschuhfach, Klimaautomatik mit Geruch-, Staub und Pollenfilter bis zur Ledervollausstattung ist alles angerichtet, was uns das Leben einfacher und sicherer macht. Und dann ist da noch ein serienmäßiges Glaspanoramadach, das sich aber nicht öffnen lässt. So sehr wir uns auch bemüht haben, es fährt nur das Sonnenschutz-Rollo auf und zu, aber das Dach bleibt dicht. Als kleine Entschädigung gibt es zwei LED-Lichterketten entlang
des Dachfensters, die sich im Glas spiegeln und bei Nachtfahrten eine stilvolle Ambien­te­beleuchtung abgeben.

Großen Anteil am entspannten Wohlbefinden in ­unserem ASX hat der Motor (1,8-l-Vierzylinder-Diesel, Common-Rail, 150 PS). Er ist durchzugsstark, nicht geräuscharm, sondern wirklich leise und außerordentlich sparsam. Wir sind in der Rush Hour mit 5,8 l/100 km durch die Stadt gefahren, das ist schon sehr in Ordnung für ein Auto dieser Machart. Unterstützt wird man dabei von einer einwandfrei funktionierenden Start/Stopp-Automatik. Die Selbstverständlichkeit des Motorabsterbens an der roten Ampel manifestiert sich erstaunlich schnell in unseren Köpfen. Während der Warmlaufphase kommt oft der Gedanke auf, es sei etwas nicht in Ordnung, weil der Motor nach dem Stehenbleiben brav weiterläuft.

Die Gänge werden über ein manuelles Sechsganggetriebe gewechselt, und zwar äußerst präzise und knackig. Die für den ASX nicht verfügbare ­Automatik vermisst man nicht wirklich.
Fahrwerksseitig befinden wir uns eindeutig im Onroad-Bereich, und da sogar eher im Sektor vorsichtige Sportlichkeit. Niemand wird mit einem ASX ein gröberes Vorhaben planen, als Mamas Gemüsegarten zu verwüsten, und der zuschaltbare Allradantrieb ist zur Traktionsverbesserung im Winter gedacht, nicht aber für Kletterpartien oder das Durchpflügen von Schlammlöchern.

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