Mini Coupé stat voli
Erweiterung der Mini Palette.
 

Vorstellung: MINI Coupé

Männer braucht das Land. Oder zumindest die Marke Mini.

30.07.2011 Online Redaktion

Mini ist der coolste Hersteller des Planeten. Mindestens. Das ist das Motto des Herstellers. Genauer: „Mini is the coolest automotive car brand in the world.“ Kein Scherz. So viel Chuzpe musst du erst einmal haben. Nur läuft Mini Gefahr, zu einer Frauenmarke zu werden. Die Kunden sind nämlich mehrheitlich weiblich, und der Stempel „Frauenauto“ ist so uncool wie ein Kindersitz. Die Werber haben sich deswegen Toby einfallen lassen. Toby (mit „y“ statt mit „i“) ist ebenfalls kein Scherz, sondern der Musterkunde des Mini Coupé. Passend zu den bisherigen Durchschnittskunden, den Besser-Cashern aus der Großstadt, ist Toby 30 Jahre alt und lebt als Graphikdesigner in Berlin. Unter uns: Der ist also nicht cool, der ist ein Bobo. Aber „Mini ist die boboeskeste Marke des Planeten“ hat wenig Klang.

Toby soll das Mini Coupé fahren, und der Sportsgeist soll ihn dazu treiben. Deswegen ist man bei dem fünften Modell der Baureihe sehr konsequent vorgegangen. Die Stabilisatoren wurden verstärkt und die Steifigkeit durch zusätzliche Streben im Heck spürbar erhöht. Dazu verlor das Fahrzeug drei Zentimeter an Höhe, weil die Frontscheibe um 13 Grad flacher verläuft als beim konventionellen Mini, wodurch der Schwerpunkt sinkt.

Dem Spoiler am Dachende stellte man einen ausfahrbaren Heckspoiler zur Seite respek­tive hinten nach. Entweder ab Tempo 80 oder jederzeit auf Knopfdruck fährt er aus seinem Versteck in der Kofferraumklappe. So wird ein zusätzlicher Anpressdruck von bis zu 40 Kilogramm generiert.

Mini Coupé

Auch dem Fahrer werden sportliche Eingriffmöglichkeiten gelassen, so er den John Cooper Works fährt oder den ansonsten aufpreispflichtigen Traktionsmodus (DTC) ge­ordert hat. Per Knopfdruck verschieben sich die Kenn­felder gen Dynamik und lassen mehr Schlupf an den Rädern zu. Noch mal draufdrücken, und das ESP ist aus. Dann ­aktiviert sich in ­kritischen ­Situationen das elektronisch geregelte Differenzial an der Vorderachse. Wie gesagt: ­optional.

Gleiches gilt für den Sport-Knopf, der die Lenkung verschärft und ebenfalls nur im John Cooper Works serien­mäßig verbaut ist. Die sehr präzise Lenkung wird auf ­Befehl merklich leichtgängiger.

Auf der Teststrecke ließ sich deswegen auch ausschließlich diese Topversion fahren. Und die geht so souverän wie erwartet. Im Vergleich zum konventionellen Mini wird eine ganze Schippe an Sportlichkeit draufgelegt.

Innen hielt man sich an die Coupé-Lehre. Mangels Platz versuchten sich die Ingenieure gar nicht erst an einem 2+2- Sitzer und entschieden sich gleich für ein kleines Ablagefach statt für Notsitze. So geht sich auch der größte Kofferraum aller Minis aus (280 Liter). Nutzwerterweitert mit ­einer Durchreiche zum Innenraum, die 1,70 Meter langes Gepäck schluckt. Skier finden also genauso Platz wie die Eichgröße der Zielgruppe, die Golftasche. Das Dach ist innen leicht gewölbt, so haben auch größere Tobys Platz.

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