Mini Cooper SD dyn voli
Diesel-Bums.
 

Testbericht: MINI Cooper SD

Dieselt aus der Spritsparecke.

12.10.2011 Online Redaktion

Wir waren des ganzen Traras rund um das ­Thema Spritsparen schon ein wenig überdrüssig. Dem nach­vollziehbaren Trend folgend, schoss Mini erst den One D mit 90 PS auf den Markt und meinte auch, die Kernkompetenz des Cooper D mit 112 PS sei das Kraftstoffsparen. Schluss damit. Jetzt kommt der Cooper SD. Klar, auch bei ihm kann es sich Mini nicht verkneifen, gebetsmühlenartig den niedrigen Verbrauch zu loben (auf dem Papier sind es 4,3 Liter), aber die Wahrheit ist: Der 2,0-Liter-Motor ist das größte Diesel-Aggregat im Portfolio, was durch die Optik auch gleich jedem klargemacht wird (größerer Lufteinlass, Hutze auf der Motorhaube, Doppel-Endrohr).

Der Motor ist praktisch mit dem 1,6-Liter-Modell identisch – Vollaluminium-Kurbelgehäuse, Turbolader mit variabler Einlassgeometrie –, hat aber eben fast ein Krügerl mehr Hubraum. Das bringt in Summe 305 Newtonmeter und 143 PS. Mit der ­bekannten Minimalism-Technologie, also Schaltpunktanzeige, Start-Stopp-System, bedarfsgerechte Steuerung der Nebenaggregate und elektromechanischer Servolenkung, wird jenseits der Wahrnehmung gegengesteuert.

In seiner Grundcharakteristik bleibt der Cooper SD aber ein Sportler. Einziges Problem ist das manuelle Sechsgang-Schalt­getriebe. Die Gänge lassen sich zwar präzise schalten, nichts hakt, nichts klemmt, aber der Hebel will über recht lange Wege geführt werden. Wer den SD also seiner Optik entsprechend nutzen will, sollte eher zur Automatik-Version greifen. Die ­kostet allerdings 2.541 Euro mehr.

Erfahrungsgemäß lässt sich ein Mini nahe am angegebenen Verbrauch bewegen. Aber wer will das mit dieser extrovertierten Version schon.

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