Mini Cooper S stat VoRe
 

Testbericht: MINI Cooper S

Fünfzig PS pro Laufmeter Auto. Bitte in homöopathischen Dosen.

08.12.2010 Autorevue Magazin

Ungewohnt klingt es, wenn man sich mit offener Seitenscheibe einer Ampel nähert. Bevor die Start/Stopp-Automatik den Motor abstellt, vernimmt man nämlich im Leerlauf ein leichtes Nageln. Es ist kein herkömmliches Nageln – kann ja auch nicht sein bei einem Benziner –, aber doch ein rauer, ­tickernder Ton. Stört aber nicht, weil man bei geschlossener Scheibe davon eh nichts mitkriegt. Das harte Verbrennungs­geräusch wird von der Direkteinspritzung verursacht, die abgesehen vom Außengeräusch eine wirklich feine Sache ist. Zusammen mit der Turboaufladung macht sie dem 1600er-Motor gehörig Beine, ohne im Verbrauch maßlos zu werden. 184 saftige PS stehen am Datenblatt, der Normverbrauch mit 5,8 l wird wohl meist Theorie bleiben – dennoch gehört der Motor in Anbetracht der gebotenen Leistung zu den echt sparsamen Exemplaren. Wer es schafft, den Verbrauch über 10 Liter zu bringen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf einer Rennstrecke unterwegs.

Flink ist man mit dem Mini immer. Prinzipiell. Nicht nur, weil sich kein anderer Fronttriebler so agil und wendig fährt, sondern weil er einen fordert: Lässiges Sitzlümmeln auf der ­Autobahn lässt der Mini nicht zu. Ein unbedachter Zupfer am Lenkrad – und er will gefühlt im rechten Winkel abbiegen. ­Darum sitzt man lieber vorgespannt und konzentriert im Auto. Besonders gilt das für den Cooper S, weil er die reine Freude am Autofahren verkörpert. Sitze, Schaltung, Bremse sind allesamt dafür gemacht, da darf der öde praktische Nutzen ruhig etwas in den Hintergrund treten.

Um das jüngste Facelift zu erkennen, muss man sich recht ­bemühen. Leichter tut man sich bei Nacht, wenn die Heckleuchten in neuer Grafik erstrahlen. Darüber hinaus gibt es winzige Retuschen im Innenraum und an den Stoßstangen.

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