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Mercedes A-Klasse Limousine: Jugendlicher Staatsmann

Die Mercedes A-Klasse Limousine will den staatsmännischen Flair der Marke demokratisieren. Ob junge Kunden bald umsteigen wird der Marktstart 2018 zeigen.

26.07.2018 Online Redaktion

In China nahm alles seinen Anfang. Auf der Auto China zeigte Mercedes eine Langversion der A-Klasse Limousine. Die wird zwar ausschließlich für den chinesischen Markt produziert, ließ aber schon einen Ausblick auf das wachsende Modellprogramm hierzulande zu. Jetzt ist es soweit: Mercedes zeigt die A-Klasse Limousine. Seine Premiere wird das Modell auf dem Autosalon in Paris (4. bis 14. Oktober) feiern.

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine
© Bild: Mercedes-Benz

Mercedes A-Klasse Limousine

Die aktuelle Generation der Mercedes A-Klasse hat der Marke nicht nur bei den Absätzen geholfen. Das Fahrzeug holt seine Kunden vornehmlich von anderen Marken und die gehören zu den jüngsten, die Mercedes hat. Der Wagen ist so erfolgreich, dass mit dem Coupé CLA sogar erstmals ein Mercedes-Kompaktwagen in den USA lanciert wurde. Und auch das vergleichsweise erfolgreich.

Doch ist Mercedes nicht mit Kompaktwagen berühmt geworden, sondern mit staatsmännischen Limousinen. Und deren Spirit soll mit der A-Klasse Limousine auf das Einstiegslevel übertragen werden.

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine
© Bild: Mercedes-Benz

Limousinen-Flair trifft Einstiegsbenz

Um den Limousinen-Flair mit der A-Klasse zu verbinden wurde die um 26 Zentimeter verlängert. Auf stolze 4,55 Meter. Weil der Radstand nur um drei Zentimeter wuchs (auf 2.73 Meter) profitiert vor allem der Kofferraum von der zusätzlichen Länge. 420 Liter fasst die A-Klasse Limousine, was immerhin 90 Liter mehr sind, als in das konventionelle Modell passen. Wobei dort freilich die Rücksitzbank umgelegt werden kann.

Doch dürfte sich der Reiz der A-Klasse Limousine ohnehin weniger in Litern und Zentimetern messen lassen, als vielmehr im Wunsch einen Einstiegsbenz zu fahren, sich aber dennoch von der klassischen Variante des Kompakten nach oben hin abzuheben.

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine
© Bild: Mercedes-Benz

Motoren der A-Klasse Limousine

Zum Marktstart Ende 2018 werden erst einmal nur zwei Motoren zur Auswahl stehen. Zum einen der A200 – ein Vierzylinder-Turbobenziner mit 163 PS, 250 Newtonmeter und einem Durchschnittsverbrauch von 5,2 bis 5,4 Litern. Dieselseitig steht der A180d zur Verfügung. Ebenfalls ein turbogeladener Vierzylinder. Er leistet 116 PS und 260 Newtonmeter und gönnt sich 4,0 bis 4,3 Liter pro 100 Kilometer. Beide Motoren werden mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb kombiniert.

In Sachen Innenraum und Ausstattung orientiert sich die A-Klasse Limousine an der konventionellen A-Klasse, was keine schlechte Nachricht ist. Soll heißen: große Bildschirme, die optional noch größer werden und natürlich State-of-the-Art Assistenzsystem und Konnektivitätslösungen.

Mercedes-Benz A-Klasse Limousine
© Bild: Mercedes-Benz

Erfolgschancen einer Limousine

Dass es Limousinen überhaupt noch gibt ist dem Flottengeschäft, Politikern und dem chinesischen Markt zu verdanken. Privatkunden lassen diese Karosserieform zu Gunsten der Kombis links liegen. Das Limousinen-Segment schrumpft seit Jahren. Die A-Klasse Limousine ist eine Art Wiederbelebungsversuch. Schafft es die Marke mit diesem Fahrzeug junge Kunden zu gewinnen, könnte das in Zukunft auch den Limousinen der C- und E-Klasse helfen.

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