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McLaren startet F1-Zertifizierungsdienst – und zeigt komplett restaurierten ’25R’ F1 GTR Longtail

Der in 18-monatiger Kleinstarbeit ’25R’ F1 GTR Longtail aus dem Jahr 1997 ist der erste McLaren F1, der offiziell als solcher zertifiziert wurde – und alle seine Artgenossen können es ihm jetzt gleichtun.

01.09.2018 Online Redaktion

Ihr seid nicht sicher, ob euer McLaren F1 echt ist? Kein Problem – denn ab sofort bietet McLaren einen Zertifizierungsdienst für das legendäre Supercar an. Der neue Service “zielt darauf ab, die Originalität des Ikonenautos für zukünftige Generationen zu sichern”, erklären die Briten. Ob bzw. was die Authentifizierung kostet, gibt McLaren nicht an – da aber alleine für den Unterhalt eines F1 jährlich ein kleines Vermögen fällig wird, wird sie die Besitzer wohl kaum in den Ruin treiben.

© Bild: McLaren

Zwischen 1993 und 1998 wurden insgesamt 106 F1 gebaut, darunter Straßenfahrzeuge und 28 GTR-Rennwagen. Wer sich dafür entscheidet, seinen F1 das Zertifizierungsprogramm durchlaufen zu lassen, erhält – sofern es sich nicht um eine infame Fälschung handelt – ein Echtheitszertifikat, das Herkunft, Originalität, Lebensdauer, Straßen- und Renngeschichte und den Zustand des jeweiligen Fahrzeugs bescheinigt. “Die Konformität mit der ursprünglichen Spezifikation und mit allen von McLaren genehmigten Upgrades wird durch Bezugnahme auf das Werksarchiv bestätigt”, so der Autobauer. Neben dem Zertifikat erhalten die Besitzer auch einen Bildband, der die Laufbahn ihres persönlichen F1 dokumentiert.

© Bild: McLaren

Um dem neuen Angebot ein Aufsehen erregendes Gesicht zu verleihen, zeigte McLaren auch gleich den ersten hochoffiziell zertifizierten F1:  Den komplett restaurierten ’25R’ F1 GTR Longtail aus dem Jahr 1997. 18 Monate und zahlreiche Original-F1-GTR-Teile benötigte McLaren Special Operations, um den Langstrecken-Veteranen wieder in einen Zustand “wie neu” zu versetzen.

© Bild: McLaren

Der F1 GTR ’25R’ wurde als eines von drei Longtail-Autos für das Gulf-Davidoff-Team gebaut, um 1997 an GT-Rennen teilzunehmen. Im selben Jahr ging er auch beim 24 Stunden-Klassiker in Le Mans an den Start, viel dort aber zwei Stunden vor Ende mit kaputter Ölleitung aus. Nachdem er von der Fabrik repariert worden war, wurde der ’25R’ an ein Team in Japan verkauft, wo er seine Renn-Karriere noch bis 2005 fortsetzen und als letzter F1 GTR , der jemals in einer modernen Rennserie startete, in die Motorsportgeschichte eingehen sollte.

© Bild: McLaren

Nach über einem Jahrzehnt in einer japanischen Sammlung wurde der Wagen an den jetzigen Besitzer verkauft und 2016 nach Großbritannien zurückgebracht, mit der Wiederinbetriebnahme wurde das McLaren-Werk in Woking betraut. Zu den “neuen-alten” Originalteilen aus der Zeit vor Juni 1997, die für die Restauration verwendet wurden, zählen beispielsweise das “lange” Le Mans-Getriebe und die blauen Dachmarkierungsleuchten. Mit den neuen Karosserieteilen in Gulf-Davidoff-Mannschaftslackierung und mit der Le Mans Nummer 39 von 1997 steht der F1 GTR heute genau so da, wie er es vor 21 Jahren vor seinem Renneinsatz in Le Mans getan hätte.

© Bild: McLaren

“McLaren pflegt sein reiches Erbe an legendären und weltbesten Autos wie dem F1″, so Mike Flewitt, Chief Executive Officer von McLaren Automotive. ” ’25R’ bot uns die einmalige Gelegenheit, dies zu demonstrieren, indem wir es wieder genau so aufbauen, wie es beim Rennen in Le Mans 1997 war, und so seine Zukunft sichern. Die Aufrechterhaltung der Authentizität dieser historisch bedeutsamen Fahrzeuge ist von größter Bedeutung, und die F1-Zertifizierung wird eine große Rolle dabei spielen, dass wir dies für die Sicherheit der heutigen Besitzer tun können und gleichzeitig ein wunderbares Erbe für künftige Generationen von Autoliebhabern bewahren.”

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