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Keine Sorge, es ist ein Einzelstück.
 

McLaren 720S Dubai von MSO: Für Otto-Abnormalverdiener

McLaren Special Operations (MSO) hat für einen Kunden aus Dubai ein Einzelstück eines 720S gefertigt. Dafür brauchte es nur reichlich Gold.

14.11.2017 Online Redaktion

Von Bruce McLaren sind folgende Wort überliefert: „Life is measured in achievement, not in years alone.” Frei übersetzt also: „Das Leben wird nicht allein in Jahren, sondern auch daran bemessen, was man erreicht hat.“ Bestes Beispiel ist McLaren selbst, der zwar im Alter von 33 starb aber bis heute als Rennfahr- und Konstruktionsgenie gilt.

McLaren 720S Dubai gold on Black MSO
© Bild: McLaren

Ein Satz, der scheinbar so inspirierend sein kann, dass ihn ein Kunde gerne auf dem Spoiler seines neuen McLaren 720S stehen haben wollte. Dafür haben die Briten eine besondere Abteilung: die McLaren Special Operations, kurz: MSO. Die Abteilung ist so etwas, wie „Individual“ von BMW. Es ist ihre Aufgabe die oft kauzigen Sonderwünsche wohlhabender Kunden mit Begeisterung Realität werden zu lassen.

Spoiler-Philosophie

So auch diesmal. MSO ersetzte beim McLaren 720S die Frontsplitter, die vorderen Lufteinlässe, das Dach und die hintere Stoßstange durch spezielle Versionen aus Kohlefaser. Gleiches Gilt für die Außenspiegel und die Motorabdeckung. Das Material-Motto setzt sich auch innen fort. Hier gibt es individualisierte Schweller, Blenden und Lenkrad aus Kohlefaser.

McLaren 720S Dubai gold on Black MSO
© Bild: McLaren

Doch Dubai wäre nicht Dubai, wenn es der Kunde nicht ein klein wenig übertrieben hätte. So ist das Hitzeblech am Motor dieses McLaren 720S aus 24-karätigem Gold, die Felgen bekamen einen Goldanstrich und innen veredelten die Ingenieure die Paddles, Lenkrad und Türverkleidung mit der Leitwährung der Superreichen.

Bei diesem McLaren 720S handelt es sich übrigens um ein Einzelstück. Es gibt sogar eine Plakette im Auto die das bestätigt (siehe Slidshow). Das lässt uns dann doch ruhig schlafen. Der Kunde erlaubte es dem Hersteller allerdings, das Fahrzeug auf der Dubai International Motor Show auszustellen.

Gold und Kohlefaser

In Summe mussten MSO noch einmal 120 Arbeitsstunden investieren (30 davon für den Spoiler) um aus einem McLaren 720S eine extravagante Dubaiversion zu machen. Unter der Haube bleibt freilich alles gleich: der 4,0-Liter-V8 mit Twinturbo wuchtet das Fahrzeug in 7,8 Sekunden auf Tempo zweihundert.

McLaren 720S Dubai gold on Black MSO
© Bild: McLaren

Kontakte in diese Weltregion gehören bei McLaren quasi zur Firmentradition. Mansour Ojjeh unterstütze lange das Williams-Team, bis er 1981 Anteile von McLaren kaufte und schließlich 1984 die Mehrheit des Rennstalls und 15 Prozent der McLaren-Group übernahm. Von ihm stammte das nötige Kapital, um seinerzeit den F1 zu entwickeln (weil das Pentagon seinem Bruder Aziz Ojjeh verboten hatte einen Kampfjet zu kaufen).

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