Hauptsache offen.
 

Testbericht: Mazda MX-5 1,8i

Der Mazda MX-5 beweist, dass Perfektion und Ausgewogenheit nichts mit Langeweile zu haben müssen!

24.07.2011 Online Redaktion

Viel wurde schon geschrieben über den japanischen Roadster, als Klassiker wurde er bezeichnet, als „fettfrei, klar und selbsterklärend“ und, ehrlich gesagt: Es gibt auch diesmal nichts Neues über ihn zu berichten – und das ist ein Kompliment. Der MX-5 findet nach 22 Jahren mit erfrischender Treffsicherheit ins Zentrum aller Fahrfreude und erfüllt in seiner aktuellen Generation obendrein alle Ansprüche an ein friktionsfreies Alltagsauto: Klimaanlage, ­Radio, volle Sicherheit, Ledersitze gar – von einer puristischen Fahrmaschine kann man da nicht mehr sprechen, aber im Zweifelsfall wird man sich eher freuen über die Insignien der ­Moderne, als sie sich wegzuwünschen.

Zumal das Gewicht des Mazda MX-5 immer noch im grünen Bereich liegt:

Mit 1150 Kilogramm wird zum Beispiel der Clio RS um 90 Kilo unterboten (weniger Dach bedeutet halt weniger Schwermetall), womit sich auch das Leistungsverhältnis etwas relativiert. Die 126 PS der Basismotorisierung genügen in jeder Lebenslage, die perfekt abgestimmte Maschine zeigt, was für feine Motoren es gibt, jenseits des Downsizing-Wahns.

Die Bewegungen des rechten Fußes werden sofort umgesetzt, jeder Gasbefehl wird dem Fahrer außerdem von einem dezenten und doch potenten Auspuffsound mitgeteilt, besonders bei geschlossenem Verdeck, womit ein Hauch von Sportlichkeit geschickt in den Alltag geschleust wird: Wer will, kann sich bei jedem Einparkmanöver die Nackenhaare massieren. Auch sonst kann man sich jederzeit erfreuen an diesem Auto, sei es beim spontanen Verdeck-Abwerfen an der Kreuzung oder beim flotten Abbiegen, wo man die Exaktheit des Hinterrad­antriebs spürt. Man kann sagen: Die Vorzüge des MX-5 erschließen sich permanent und nicht erst im Grenzbereich. Der einzige Störfaktor im System ist die leichtgängige Lenkung, die es außerhalb des Stadtverkehrs allzu gut meint mit der Servounterstützung.

Aber das ist verschmerzbar, und so könnte man relativ schnell im kleinen Mazda landen:

Er geht argumentationsfrei als „normales Auto“ durch und bringt trotzdem Spaß. Er ist spritzig, aber nicht übermotorisiert, was man schließlich bei Steuer und Versicherung spürt. Und er kostet auch mit Klimaautomatik, Windschutzscheibe und Airbags nicht einmal halb so viel wie ein KTM X-Bow, der nichts von alledem mitbringt. Der goldene Schnitt der Fahrfreude. Und genau deshalb wünschen wir ihm weitere 22 Jahre, mindestens.

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