Der MX-5 der 1. Generation
Der MX-5 der 1. Generation
 

25 Jahre Mazda MX 5

Der meistverkaufte zweisitzige Sportwagen aller Zeiten feiert seinen 25. Geburtstag.

28.01.2014 Press Inform

Der Mazda MX 5, der meistverkaufte zweisitzige Sportwagen aller Zeiten, feiert seinen 25. Geburtstag. In dieser Zeitspanne hat sich der MX 5 einige Vorurteile gefallen lassen müssen. Auch bei uns scheiden sich die Geister wenn es um den flotten Japaner geht. Unterm Strich ist der MX-5 aber ein echter Spaßmacher.

Roadstergefühl gepaart mit geringem Gewicht

Einer der Hauptgründe dafür ist die Kombination von einem echten Roadstergefühl mit einem stets auf Leichtgewicht bedachtem Design und dem freudebringenden Heckantrieb. Ob mit der zunehmenden Leistungssteigerung von der ersten Generation bis hin zur aktuell dritten Generation inklusive zahlreicher Sondermodelle auch die Anzahl schwarzer Reifenkreise auf Parkplätzen gestiegen ist, ist zwar Spekulation, aber vielleicht kein Zufall. Wie es zu der knapp vier Meter langen Erfolgsgeschichte auf vier Rädern gekommen ist schon eher.

Bob Hall gab den Anstoß zum MX-5

Bob Hall gab den Anstoß zum MX-5

Robert Hall im Gespräch mit Kenichi Yamamoto

Als im März 1979 der amerikanische Motorjournalist Robert Hall am Ende eines Interviews mit dem damaligen Mazda-Entwicklungschef Kenichi Yamamoto gefragt wird, was seiner Meinung nach im Mazda-Programm noch fehlen würde, meint dieser: „Ein leichter, kleiner, preiswerter Roadster. So wie die früheren MG. Allerdings sollte er im Regen anspringen.“ Dann steht er auf und skizziert den von ihm beschriebenen Wagen an einer Tafel – die Idee zum MX-5 ist geboren. Einige Marktforschungs-Studien später verhärtet sich der Glaube, dass eine ausreichende Nachfrage durchaus vorhanden ist. Doch alle Forschungen und Studien sind in ihrer Summe nicht so überzeugend, wie eine einzige Dienstfahrt des Mazda-Technikchefs in einem Triumph Spitfire.

1985: Konzeptvergleich mit dem Triumph Spitfire

1985: Konzeptvergleich mit dem Triumph Spitfire

Aus der Idee wird das Projekt

Ein paar Stunden auf den kurvenreichen Straßen nahe des japanischen Hakone-Sees später und der MX-5 ist keine bloße Idee mehr. Er ist ein Projekt. Genauer gesagt das Projekt P729, dessen Leitung Masakatsu Kato übernimmt. Nach einem intern ausgeschriebenen Wettbewerb zwischen dem japanischen und dem 1981 gegründeten amerikanischen Designstudio, in dem bereits im Gründungsjahr Robert Hall als Mitarbeiter eingestellt wurde, übernehmen die Amerikaner die Federführung über das Projekt. Das Resultat: Der erste Prototyp mit dem Namen V 705 wird am 17. September 1985 in seiner Fertigungsstätte im englischen Worthing dem Projektleiter präsentiert.

Der Innenraum des MX-5 (1. Generation)

Der Innenraum des MX-5 (1. Generation)

100 Tage Angst

Nachdem Masakatsu Kato auf Grund eines Mazda internen Postenwechsels von Toshihiko Hirai ersetzt wird, wird das zu dem Zeitpunkt bereits dritte 1:1-Modell zur Endabnahme ins Hauptquartier nach Hiroshima überführt. Die Angst des amerikanischen Teams um ihr ursprüngliches Design ist groß –  und berechtigt. Denn für den Feinschliff ist nun mit Projekt-Chefdesigner Shunji Tanaka jemand verantwortlich, der keine Angst vor großen Änderungen hat. Nach knapp 100 Tagen ist die Angst verflogen, denn das Endergebnis kommt.

Der MX-5 (1. Generation)

Der MX-5 (1. Generation)

Auf der Suche nach einem Namen

Nun steht noch die Namensfindung im Raum. Und auch hier hat Gerüchten zufolge ein Amerikaner die zündende Idee. So kommt es, dass in Hong Kong und Nordamerika der MX-5 unter dem Namen Miata, was so viel wie Belohnung heißt, auf den Markt kommt. In Japan kennt ihn bis heute jeder als Eunos Roadster, was zugleich der Name der Mazda-Vertriebsorganisation ist, die extra für den MX-5 gegründet wurde. Das MX-5 resultiert hingegen aus der Prototypen-Reihe, die zu dem Zeitpunkt einen MX-02, MX-04 und MX-06 beinhaltet. Die Null ist auf Grund der einfacheren Aussprache weggelassen worden.

Der MX-5 (1. Generation)

Der MX-5 (1. Generation)

Die Premiere 1989

Das Serienfahrzeug wird Mitte Februar 1989 auf der Chicago Auto Show der Weltöffentlichkeit präsentiert. Noch im selben Monat läuft die Serienproduktion an. In Europa ist der wendige Japaner zum ersten Mal 1989 auf der IAA und dem Genfer Salon zu sehen. In den europäischen Handel kommt er dann im Frühjahr 1990. Für den Vortrieb sorgt anfangs weltweit allein ein 1,6 Liter großer Reihenvierzylinder-Benzinmotor mit 110 PS aus dem 323 GT. Die erste Generation wird rund acht Jahre lang fast unverändert produziert – Eine kleine Modelpflege inklusive, dessen größte Veränderung im Bereich der Motorisierung stattfindet. Neben einem weiteren 1,6 Liter großen Motors mit 90 PS, der die neue Einstiegsmotorisierung bilden soll, ist auch ein 131 PS starker 1,9 Liter großer Motor erhältlich.

Der MX-5 (1. Generation)

Der MX-5 (1. Generation)

Die zweite Generation

Nach 431.506 Einheiten rollt die zweite Generation im März 1998 für, wie schon acht Jahre zuvor, 35.500 Mark an. Allerdings sind die Klappscheinwerfer mandelförmigen Schweinwerfer gewichen. Die mittlere Generation erfährt insgesamt zwei Facelifts und eine 146 PS-Sonderedition, mit der nun auch die 200 Kilometer pro Stunde-Marke geknackt werden kann. Bis zum Jahr 2005 kann Mazda 291.123 MX-5-Fahrzeuge der zweiten Generation verkaufen – allein 51.000 davon in Deutschland.

Der MX-5 (2. Generation)

Der MX-5 (2. Generation)

Die dritte Generation

Die dritte Generation erhält im Januar 2007 eine Schwestervariante, das Roadster Coupe, mit einem elektrisch faltbaren Hardtop-Dach. Nach zwölf Sekunden ist der Blick gen Himmel frei, ohne dass der ohnehin sehr kleine Kofferraum davon in Mitleidenschaft gezogen wird. Als erster Hersteller weltweit legt Mazda das Verdeck hinter den Sitzen und nicht im Kofferraum ab. Aktuell können sich MX-5 Kunden zwischen zwei Motorisierung mit 126 und 160 PS sowie zwei Getriebearten bei der 2,0 Liter großen Vierzylinder-Topmotorisierung entscheiden.Drei Mazda MX-5

Wenige Zentimeter gewachsen

Nur geringfügig verändert haben sich in der nun 25-jährigen Laufbahn des kleinen Sportlers seine Außenabmessungen. Rollt er 1989 noch mit einer Länge von 3,98 Metern und einer Breite von 1,68 Metern aus den Fertigungshallen, haben sich im Laufe der Jahre lediglich vier Zentimeter zu beiden Werten hinzuaddiert. Zu seiner Ursprungshöhe von 1,23 Metern sind sogar nur zwei Zentimeter hinzugekommen.

Der MX-5 (3. Generation)

Der MX-5 (3. Generation)

Nur 200 kg schwerer geworden

Ähnliches gilt für seine Paradeeinheit, das Leergewicht. Hauptsächlich auf Grund der Zunahme von Sicherheitssystemen und moderner Technik, hat sich sein Gewicht von 955 auf 1.155 Kilogramm verändert. Kann das Stoffverdeck der ersten Generation dank der herausnehmbaren Heckscheibe noch bis knapp Tempo 60 manuell geöffnet werden, wird dies ab dem April 1998 durch eine festinstallierte und beheizbare Glasscheibe deutlich erschwert.

Der MX-5 (3. Generation)

Der MX-5 (3. Generation)

Konzeptfahrzeug Yusho

Wem heute das maximale Leistungsgewicht von 7,21 Kilogramm pro Pferdestärke des Topmodells nicht genügt, den bringt Mazda in unregelmäßigen Abständen durch kleine Konzeptfahrzeuge zumindest zum Träumen. Eines von ihnen ist der Yusho mit 241 PS. Das Einzelstück ist eines des letzten Mazda MX-5-Scharfmacher, bevor die neue Generation im kommenden Jahr auf den Markt rollt. Ob jedoch erneut an der PS-Schraube nach oben gedreht wird, ist noch nicht klar. Dass er leichter wird schon.

Der MX-5 (2. Generation)

Der MX-5 (2. Generation)

Der Millionste Mazda MX 5 steht uns bevor

Und auch in puncto Design hat Design-Chef Ikuo Maeda schon jetzt verraten, dass er „trotz des Kodo-Designs nicht wie der Mazda 3 oder 6 aussehen wird. Das Kodo-Design hat ein ziemlich breites Spektrum.“ Keiner hellseherischen Fähigkeiten bedarf es hingegen der Vermutung, dass entweder in diesem oder im kommenden Jahr die eine Millionen-Einheiten-Grenze durchbrochen wird. Denn schon jetzt sind knapp 950.000 Mazda MX-5 auf dem gesamten Globus verteilt und sorgen für gute Laune.

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