Mazda CX-5 -Front
Nein, hier wird nicht im Sauseschritt gedüst (Codo, der Achtziger-Hit von DÖF, you remember?).
 

Testbericht: Mazda CX-5 2,0i AWD Revolution

Manchmal erfährt gerade jener, der später kommt, besondere Aufmerksamkeit.

01.04.2012 Autorevue Magazin

Eigentlich ist alles ganz einfach: Man möchte so viel Auto wie nur möglich für sein Geld. Damit ist die Beliebtheit der SUVs schon weitreichend geklärt. Hilfreich kommt noch hinzu, dass diese Autos ihre umfangreichen Talente ohne signifikant höhere Treibstoff- oder Unterhaltskosten ausbreiten, zumal ja etliche der Fahrzeuggruppe innewohnende Versprechungen ohnehin nur selten eingefordert werden, etwa die Geländegängigkeit. In diesem Segment hat Mazda somit in den vorangegangenen Boomzeiten einiges an Geschäftspotenzial liegen gelassen. Doch jetzt holt man mit dem Mazda CX-5 umso kräftiger zum Schlag aus.

Nicht nur, dass man hier einerseits zu den Koreanern eine hübsche Konkurrenz bildet, man fordert auch die etablierten Europäer und Japaner ­heraus – und zwar profund, wie Sie noch ­lesen werden.

Mazda CX-5 Innenansicht

Der Mazda CX-5 ist mit einer Länge von 4,56 Metern eines der größten unter den kompakten SUVs und nicht das kleinste unter den üppigen.

Das kann man insofern behaupten, als er sich preislich eindeutig an VW Tiguan und Co orientiert. Die Angebotspalette ist überschaubar, trifft aber den Kern der Idee: Neben unserem Testwagen, dem 160-PS-Benziner, gibt es noch zwei Diesel, mit 150 oder 175 PS. Alle Varianten sind auch wahlweise mit 6-Stufen-Automatik zu haben.

Unser spezielles Interesse galt von Anfang an dem neuartigen Motorenkonzept, das schon von der Namensgebung her einiges verspricht: „Sky­active“. Wie sich mittlerweile herumgesprochen hat, arbeiten Benzin- wie Dieselmotor mit einem Verdichtungsverhältnis von 14:1. Das ist enorm hoch für einen Benziner und sehr niedrig für einen Diesel. Wichtigste Aussage dabei: Mazda hat es geschafft, mit einem Benzinmotor ohne Turboaufladung eine unauffällig flotte Fahrdynamik zu erreichen, mit ausreichend Drehmoment in allen Lebenslagen.

Bescheidener als die Konkurrenz im Verbrauch.

Gleichzeitig ist es auch gelungen, den Verbrauch im Griff zu halten, und zwar so, dass der Mazda CX-5 im Vergleich laut Norm­angabe rekordverdächtig wenig konsumiert und sich auch im wahren Leben tapfer hält. In Zahlen: Während die besseren Konkurrenten einen Normverbrauch von 7,6 l/100 km angeben, glänzt der Mazda mit 6,6 l/100 km. Übersetzt in einen gut durchmischten Alltag heißt das: Unter 8 Liter statt über 9 Liter auf 100 km. Naturgemäß ist bei jedem Auto verbrauchsmäßig je nach Fahrweise nach oben noch einiges offen. Aber es sei betont: Wir reden hier von Benzin, nicht Diesel.

Mazda CX-5 Innenansicht

Auf der Straße ruft der Mazda CX-5 erstaunlich viel Feedback hervor.

Das begründet sich zu ­einem guten Teil in der gelungenen Karosserieform. Vielleicht liegt darin das Geheimnis: Dieses Auto ist durchdefiniert, es ist nicht ungefähr ein Auto.

Nicht ungefähr, das kann man auch vom Innenraum ­sagen. Dort, wo man etwa bei einem VW Tiguan erst mit dem Ankreuzeln der Extras beginnt, ist hier schon alles enthalten, wenngleich ein Teil der Assistenzsysteme durchaus verzichtbar scheint. Die Spurverlasswarnung klingt wie „Panzer von rechts“ und fährt dir auch beim fünften Mal noch schockartig in die Glieder. In Sachen Rückfahrkamera haben wir schon ­Besseres erlebt, ist aber kein echtes ­Problem, zumal die Parkpiepserln eh tadellos funktionieren. Verarbeitung und Materialanmutung sind jedenfalls ansprechend. Das Bediensystem nach Vorbild Audi-BMW-Renault mit Bedien­element an der Mittelkonsole und Touch-Screen erscheint ausreichend einleuchtend.

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