Mazda 6 Mazda6 Kombi Limousine 14:1 14 zu 1 Skyactive
Seit Jänner 2013 ist der neue Mazda 6 zu haben.
 

Vorstellung: Mazda 6

Verschärfte Bemühungen, mit mutigem Design und cleveren Ideen die Mittelklasse zu beleben.

08.02.2013 Autorevue Magazin

Ein wichtiges Standbein der Strategie von Mazda war immer schon das Design, bereits die ersten Mazdas, die vor rund vierzig Jahren nach ­Österreich kamen, waren un­erwartet europäisch im Auf­treten. Diese Achtsamkeit aufs Äußere hat man sich bis heute bewahrt, um nicht zu ­sagen weiter geschärft. Selbstverständlich verwendet man auch beim neuen Mazda 6 stilistische Elemente und einen Grundschwung, der derzeit sehr vertraut erscheint, aber man setzt auch sehr selbst­bewusst Akzente. So ist die Frontpartie tatsächlich un­verwechselbar und auch der ganze große Rest wie aus ­einem Guss.

Technisch setzt man wie schon beim CX-5 auf die sogenannte Skyactiv-Technologie. Bei den Motoren handelt es sich im Kern um eine identische Verdichtung von Benziner und Diesel (14:1) als besonderen Trick in Sachen Sparsamkeit und Abgasreinheit. Bei Fahrwerk und Karosserie bedeutet der Kunstbegriff Skyactiv schlichtweg konsequenten Leichtbau. Das ist ja schon mal keine schlechte Ankündigung.

Doch letztlich zählt über alle Schlagworte hinaus das ­Ergebnis. Und das kann sich tatsächlich sehen und spüren lassen. Der Vierzylinder-Benzinmotor mit der ungewöhnlich hohen Verdichtung (14:1 beim 2,0-Liter, 13:1 beim 2,5- Liter) sorgt für tapferen Vortrieb, durchaus bemerkenswert für einen Vierzylinder-Ottomotor ohne Turbolader. Behänder und lässiger noch im Umgang fühlen sich die Dieselmotoren an, mit 150 bzw. 175 PS.

Wir stellen also zwei zentrale Bemühungen fest: einerseits den sorgsamen Umgang mit der äußeren Erscheinung, der sich auch in der inneren Wertanmutung widerspiegelt, wo die Linien noch einmal zitiert werden und sehr ansprechende Materialien Verwendung finden, jedenfalls überall dort, wo man hinsieht und hingreift. Andererseits hat man auch der Kraftstoffökonomie ein großes Kapitel gewidmet. Unter dem Begriff ELoop bedient man sich einer bisher im Serien­automobilbau noch nicht angewendeten Technologie, ­nämlich des Kondensators zur ­­vorübergehenden Energie­spei­cherung. Über die genaue Funktion lesen Sie im Kasten nebenan. Doch Vorsicht! ELoop ist nicht in allen Modellen serienmäßig, die Start-Stopp-Automatik hingegen schon.

Mazda 6 Mazda6 Kombi Limousine 14:1 14 zu 1 Skyactive

Die Limousine hat übrigens einen längeren Radstand als der Kombi. Das bedeutet, der Viertürer ist schwerpunkt­mäßig auf üppige Platzverhältnisse für die Fondpassagiere ausgelegt, während der Kombi seinen Fokus auf maximalen Kofferraum gerichtet hat. Und es wäre kein Fortschritt, wenn der neue Mazda 6 nicht in allen Maßen noch ein wenig größer wäre als sein Vorgänger.

Sollte ein deutscher Hersteller als Vorbild gedient haben, dann fällt uns vor allem BMW ein. Die knackige Schaltung, die relativ straffe Federung, das gute Feedback beim Fahren: Der Mazda 6 macht Freude in der Bewegung, wobei die Sechsgang-Automatik, eine Mazda-Eigenentwicklung, man könnte sagen naturgemäß, nicht an Sieben- oder Achtgang-Varianten der Premium-Klasse rankommt.

Auch auf dem Gebiet der Assistenzsysteme hat sich inzwischen eine beachtliche Liste angesammelt, wie adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Auffahrwarnung, City-Notbremse, Fernlichtassistent und adaptives Kurvenlicht, um nur Einzelne herauszuzoomen.

Kondensator als Energieturbo

Der Einsatz von Kondensatoren als Energiespeicher ist schon lange ein Thema im Zusammenhang mit der Elektromobilität. Im Gegensatz zu Akkus, bei denen das Laden sehr lange dauert, können Kondensatoren große Mengen an Energie schnell aufnehmen und wieder abgeben. Ihr noch viel höherer Preis und ihre größere Tendenz zur Selbstentladung sind zwei der wichtigsten Gründe, warum Kondensatoren in Elektro- und Hybridautos trotz verlockender Eigenschaften derzeit nicht angewendet werden. ­(Außerdem kann zum Antrieb eines Elektroautos ein Batteriesystem alleine verwendet werden, ein Kondensator würde aus Preisgründen und zur Langzeitstabilität des Systems immer noch zusätzlich Batterien benötigen.) Mazda hat nun als erster Serienhersteller doch einen Einsatzzweck für den Kondensator gefunden, und zwar zur Verbesserung der Energiebilanz bei Diesel- und Benzinfahrzeugen, als eine Art Erweiterung der Start-Stopp-Automatik.

So lädt man anstatt der Fahrzeugbatterie, wie das andere Hersteller machen, im Schiebebetrieb den Kondensator, mit dem Vorteil, dass hier in kürzerer Zeit mehr Strom einfließen kann. Er treibt dann direkt Verbraucher wie die elektrische Servolenkung, die Start-Stopp-Automatik und die Klimaanlage oder kann den Strom auch an die Batterie weiter­schicken. Spannend daran ist die Tatsache, dass jetzt noch kein Kunde weiß, wie viel der Einsatz dieser Technik tatsächlich bringen wird, denn in den Normverbrauchswerten kann sich die Kondensatortechnologie kaum niederschlagen, weil der Normzyklus ohne Verbraucher wie Klimaanlage etc. gefahren wird. Der Einsatz des Kondensators soll vor allem im wahren Leben Vorteile bringen, also die enormen Unterschiede zwischen Norm­verbrauch und ­Realverbrauch verringern.

Mazda Skyactive bei Benzinmotoren:

Mazda Skyactive bei Dieselmotoren:

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