Mazda 5 Exterieur Dynamisch Seite
Der fließende Faltenschwung als emotionale Erwärmung des Nützlichen.
 

Vorstellung: Mazda 5

Fließende Linien sollen für innere Erregung sorgen.

06.09.2010 Autorevue Magazin

Wie viel Aufregung ein Windhauch erzeugt, hängt davon ab, wie drückend die Stille davor war. Das Van-Segment ist wahrlich kein designmäßig zu Frivolität neigendes Feld, da kann leichtes Kräuseln tatsächlich eine radikale Veränderung darstellen, so pragmatisch glatt, wie die Karosserieflächen hier generell gehalten sind. Das Mazda-Design versetzt die ­Linien seiner Modelle (vor allem bei den Studien) seit geraumer Zeit in einen dynamischen Flow. Nagare nennen sie diese Strömungsästhetik, die das Licht auf den Karosserie­oberflächen tatsächlich so fängt, dass es an eine fixierte Fließbewegung erinnert.

Eine Faltenwelle zieht sich über die Flanken des neuen Mazda 5, und dass die unmittelbar emotionalste Reaktion auf diesen Designwurf die ­Diskussion darüber ist, wie sich eine Delle in einer der­gestalt kantenreichen Fläche wieder reparieren ließe, gibt Aufschluss über die Prioritätenschichtung dort, wo Raum, Nützlichkeit und Preisgestaltung aufeinander treffen.
Mazda gibt sich zuversichtlich, dass ein talentierter Spengler mit so einer Herausforderung durchaus zurechtkommt, betont die ästhe­ti­schen Finessen und wie die verschiedenen Karosserie­farben den Mazda 5 durch den raffinierten Faltenwurf in ­unterschiedliche Charakter-Nuancen tauchen werden. ­Hellere Farben streuen das ­gefangene Licht sanfter und würden eher verträumt wirken, während dunkle Lacke harte ­Kontraste schaffen und dem Kompaktvan eine eher dra­matische Note geben.

Überhaupt wurde bei der Arbeit am neuen Modell vor allem auf Feinheiten geachtet, die atmosphärisch Wirkung zeigen. Auf eine möglichst harmonische Fahrcharakteristik hat Mazda Wert gelegt und alle Spitzen und Härten aus dem Bewegungsablauf gefiltert. ­Weniger G-Kräfte in Kurven, sanftere Verläufe von Brems-Einlenk-Beschleunigungs­phasen sollen das Wohlbefinden der bis zu sieben Leute an Bord fördern. Eltern von Kindern, denen beim Fahren leicht schlecht wird, werden Mazda dafür in ihr Abend­gebet einschließen.

Mit knapp 4,6 Metern ist der neue Mazda 5 rund acht Zentimeter länger als der alte, an Breite und Höhe hat sich nichts geändert. Die praktischen Schiebetüren, die bei seitlich beengten Parkplatz­verhältnissen ein würdiges Ein- und Aussteigen ermöglichen, gab es schon beim Vorgänger, neu ist jetzt der elektrische ­Zufahr-Mechanismus, der ­besonders aufmerksam nach eventuell einzuzwickenden Kinderfingern und Rhabarberstangen tastet.

Der Faltmechanismus der hinteren Sitze, für die das ­Mazda-Japanisch ebenfalls ­einen poetischen Namen parat hat (Karakuri), ist im Wesentlichen unverändert: Der mittlere Sitz in der zweiten Reihe lässt sich hochklappen, umlegen oder zum besseren Erreichen der dritten Reihe auch wegfalten. Er ist zudem jetzt etwas breiter und hat eine längere Sitzfläche.

Wenn der Mazda 5 im Herbst bei uns an den Start geht, wird neben dem über­arbeiteten 1,8-Liter-Benziner mit 115 PS auch ein Benzin-Direkteinspritzer mit Start-Stopp-Automatik zur Auswahl stehen. Die neue Zweiliter-Version mit Sechsganggetriebe wird 150 PS und 191 Nm Drehmoment haben, maximal 194 km/h erreichen und im errechneten Durchschnitt 6,9 Liter brauchen, was 0,3 Liter unter dem Papierverbrauch des Basis-Benziners liegt. Im Frühjahr ist mit dem neuen Zweiliter-Diesel zu rechnen, der in zwei Versionen (110 und 143 PS) angeboten werden soll.

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