Mazda3 dyn rechts
 

Testbericht: Mazda 3 CD 116 TX Plus

Auf den ersten Blick ein trister Japaner. Auf den zweiten Blick mehr.

01.01.2012 Online Redaktion

Vergiss den mausgrauen Lack, vergiss das fade Japan-Reiskocher-Gwirx. Man findet das Besondere, das, was die Seele rührt, auch in diesem Auto. Mazda3 emotional, ein Workshop für Anfänger und leicht Fortgeschrittene.

Lektion 1: das Riechen.

Der Mazda 3 duftet. Nach vielen ­olfaktorischen Plagen, die uns Autotester an toxisches chinesisches Spielzeug gemahnen, erleben wir hier eine feine Neuwagen-Note: frisch, dezent, mit Akzenten von Stoffsitzen und gutem Kunststoff. Man steigt ein und sagt: „Mmh das riecht nach neu!“

Lektion 2: das Fühlen.

Wer je einen Mazda MX-5 fuhr, ist ­geeicht in Sachen Schaltgetriebe. Dieses Klick-Klack, die kurzen Wege – eine Wohltat. Der 3er hat scheinbar das gleiche Getriebe und stellt damit quasi jeden BMW in den Schatten. Die Abstimmung überrascht: der erste Gang ist recht kurz, die restlichen Stufen sind eher lang übersetzt. Am Anfang startet man los, dass es blinkt und quietscht, schaltet erschrocken (und verfrüht) in den Zweiten und die ganze Fuhre versinkt im Turboloch. Anfängerfehler.

Mazda3 Detail

Lektion 3: das Hören.

Niemand, wirklich niemand, kriegt so eine leise Zentralverriegelung hin wie Mazda! Das musste mal gesagt werden.

Der bekannte und beliebte 1,6-Liter-Diesel ist präsent, und zwar immer, weil Start-Stopp ist nicht. Das Grummeln bleibt jedoch ­dezent und sanft und versinkt unterwegs im allgemeinen Klangteppich. Stattdessen hört man das seltsam dumpfe Radio und beginnt in den Audio-Einstellungen zu wühlen. Leider ohne ­zufriedenstellendes Ergebnis.

Lektion 4: das Tanken.

Für sparsames Dahinsiechen ist dieses Auto zu spaßig, wegen des Getriebes und des alerten Motors. In der Stadt kurvt man damit um die sieben Liter herum. Auf der Landstraße kommt man, von entspannten Klängen begleitet, auch unter sechs Liter. Keine Sensation, aber o.k.

Lektion 5: das Anschauen. Natürlich ist Design immer Geschmackssache.

Ob man auf die allgegenwärtigen Wellen in  Karosserie und Interieur steht, muss jeder selbst entscheiden. Tatsache ist: das Design ist über jede Langeweile erhoben. Im Großen und Ganzen. Der Detailverliebte stößt auf Lenkradtasten, die sehr gestrig aussehen und sich auch so anfühlen. Und  auch pixelige Radiomonitore erinnern uns an die Zeiten vor hochauflösenden Touchscreen-Handies.

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