Lotus Evora IPS Exterieur Dynamisch Front
Konzentration aufs Wesentliche: Lenken, Bremsen, Gas geben. Den Rest erledigt IPS.
 

Vorstellung: Lotus Evora IPS

Konzentration aufs Wesentliche: Lenken, Bremsen, Gas geben.

01.09.2011 Autorevue Magazin

Ein Lotus mit Automatik­getriebe. Noch mal: ein Lotus mit Automatikgetriebe. Dürfen die denn das?
Ja, sie dürfen.
Oder besser: Sie müssen.

Einerseits wiederholt sich ohnehin nur die ­Geschichte, da auch der Éclat/­Excel schon in den 70ern mit Automatik erhältlich war, andererseits geht es für Lotus um das Erschließen wichtiger Märkte. Besonders in Amerika, wo der Evora seit Sommer letzten ­Jahres verkauft wird, sowie  in Asien sind Automatikver­sionen einfach Pflicht. Der neue Chefdirigent Dany Bahar hat schließlich Großes mit der Marke vor. Gleich fünf neue Modelle sollen bis 2015 gebracht werden – der Evora, die Vorhut gewissermaßen, bleibt im Programm.

Lotus Evora IPS Interieur

IPS steht für „Intelligent Precision Shift“, das Getriebe kommt – wie auch der 3,5-V6-Motor – von Toyota. „Wir beziehen aber nur das Metall von Toyota“, wie man bei Lotus ­betont, „alle Steuerungen ­wurden bei uns im Haus entwickelt.“ So hat man dem ­Getriebe, das sonst beispielsweise im Camry seinen Dienst versieht, seine Geschmeidigkeit digital aberzogen und es in Richtung Sportlichkeit gebürstet. Und das auf sympa­thische, weil für einen Sport­wagen stimmige Art und Weise. Schaltvorgänge werden nicht glattgebügelt, sondern sind ­gewollt fühlbar. Der Sport­modus – Ehrensache bei Lotus – ist mit dem ESP vernetzt und lässt auch kleinere Driftwinkel zu, dazu gibt’s dank der g-Sensorik automatisches Zurückschalten beim harten Anbremsen, garniert mit einer Prise Zwischengas. Wem das nicht reicht, der kann ­jederzeit über mitdrehende Paddles am Lenkrad ins Schaltgeschehen eingreifen (und auch am Begrenzer geigen, ohne von der Steuerung bevormundet zu werden).

Der Rest ist einfach Evora geblieben: Die 1436 kg Gewicht im Datenblatt stehen völlig konträr zu den Fahr­ein­drücken: Alles spielt sich hier in einer Leichtfüßigkeit ab, die man anderswo selten erleben wird. Die Lenkung? Exakt am Punkt. Hinzu kommen eine kräftig zupackende Bremsanlage von AP-Racing und ein Fahrwerk, dem Komfort nicht fremd ist. Kein Vergleich zur Härte der Elise. Nur der Motor, ein braver, unauffälliger Dreher, der erst ab 4000 Touren zu seiner ­Leistung findet, könnte ein wenig mehr Biss vertragen.

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