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Nach der Ankündigung von Lister, den Thunder in Kleinserie zu bauen, gingen innerhalb von 24 Stunden BEstellungen über drei Millionen Pfund ein.
 

Lister Thunder: Der Jaguar mit Muskelkater

Nach 25 Jahren stellt Lister ein neues Auto vor. Den Lister Thunder. Das schnellste Modell der Marke basiert auf einem Jaguar F-Type Coupé.

02.02.2018 Online Redaktion

Die Kernbotschaft des Lister Thunder lautet: 666 PS aus einem 5.0-Liter V8 samt Kompressor. Das reicht, um den Spurt auf Tempo 100 in etwas mehr als drei Sekunden zu erledigen und für eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 320 Stundenkilometern. Damit ist der Lister Thunder das schnellste Fahrzeug der Firmengeschichte. Und das will was heißen, schließlich räumte die Marke einst in der FIA-GT-Meisterschaft ab und ging in Le Mans an den Start.

99 Lister Thunder werden gebaut

Und das will etwas heißen. Denn die Geschichte von Lister geht zurück bis ins Jahr 1954. Damals gründete Brian Lister eine kleine Fabrik in Cambridge, um fortan Sportwagen zu bauen. Die Motoren stammten von Bristol und MG, später dann von Jaguar. Die entsprechenden Modelle wurden Lister-Jaguar genannt und waren in der britischen Motorsportszene die härtesten Verfolger von Jaguar selbst und natürlich Aston Martin.

Lister Thunder Jaguar F-Type Coupe
© Bild: Lister

Nach der Ankündigung von Lister, den Thunder in Kleinserie zu bauen, gingen innerhalb von 24 Stunden Bestellungen über drei Millionen Pfund ein.

Nachdem Archie Scott-Brown, ein Fahrer der Lister-Jaguar, 1959 tödlich verunglückte, wurde die Produktion allerdings eingestellt. Erst 1986 reanimierte Laurence Pearce, ein Ingenieur und Investor, die Marke wieder und rüstete Jaguar XJS für die Rennstrecke um. Später folgte der Lister Storm GT, der mit einem Jaguar-V12 in der FIA-GT-Meisterschaft abräumte. Auch eine Klasse höher zog es die Marke: so startete der Lister Stormer LMP in Le Mans.

Drei Millionen Pfund in 24 Stunden

Das neueste Machwerk heißt Lister Thunder. Dahinter verbirgt sich ein Jaguar F-Type Coupé, dessen Karosserie durch eine Front- und Heckschürze aus Carbon und eine Motorhaube mit Entlüftungskiemen optimiert wurde. Kunden können einen Lister Thunder ordern, der auf 99 Stück limitiert ist – dafür werden 160.000 Euro fällig. Wer bereits ein Jaguar F-Type Coupé hat, der kann auch nur die Anbauteile bestellen, die kommen um rund 23.000 Euro.

Zwar wird das Auto offiziell erst am 15. Februar auf der Historic Motorsport International 2018 in London vorgestellt, doch eine Ankündigung für das Fahrzeug gab es bereits Ende Januar. Innerhalb von 24 Stunden trudelten 22 Bestellungen ein, was Lister satte drei Millionen Pfund in die Kasse spülte.

Video zum Lister Thunder

Aktuell ist Lawrence Whittaker der Chef bei Lister. Testimonial ist Tiff Needell, ein ehemaliger Rennfahrer, der auch das Video zum Lister Thunder produziert hat:

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